Planung hin oder her. Bei der Hochzeit zu Kana geht der Wein aus. (siehe Johannes 2) Jesus, der gerne mit anderen Menschen aß und Gemeinschaft hatte, ist mit seinen Jüngern dort. Anders als vielleicht viele andere, sucht Jesus nicht den Schuldigen. Er analysiert nicht, wie es dazu kommen konnte.
Jesus reagiert auf den vorhandenen Mangel. Wie sich herausstellen wird, ist es geradezu gut, dass der alte Wein mit seiner relativ geringeren Qualität zu Ende geht. Zusammen mit dem Glauben der Beteiligten kann Jesus seine Herrlichkeit zeigen und ihnen seinen qualitativ besseren Wein geben.
Dazu bringt er die Beteiligten mitten in der Situation der Hochzeit aus der Ebene des Mangels in die Ebene einer Glaubensentscheidung: “Füllt die Krüge mit Wasser.” Die Diener und Helfer befolgen den Rat Marias, der Mutter Jesus: “Was er sagt, das tut.” Sie füllen die Krüge mit Wasser, ohne sich wochenlang mit der Theorie des Wasser-zu-Wein-Phänomens zu beschäftigen. Der Glaube entsteht durch die Anwesenheit Jesu und durch seine Worte.
“Glaube ist das Handeln gemäß des Wortes Gottes.” Hätten die Diener das Füllen der Krüge mit Wasser grundsätzlich bejaht, für das Richtige oder sogar das Beste gehalten, es wäre nichts weiter passiert. Aber durch ihr Tun gemäß dem, was Jesus gesagt hatte, kamen sie auf die Glaubensebene.
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