Ablehnung ist eine Triebfeder
Angst vor Ablehnung ist wahrscheinlich die häufigste Angst von Menschen. Tagtäglich setzen wir viel Kraft und Fantasie ein, um bei anderen Menschen gut anzukommen. Du kennst es bestimmt auch. Wenn es dir gut geht, dann schmerzen dich ablehnende Worte nicht so sehr. Doch wenn du dich innerlich leer fühlst, dann kann schon ein kritischer Blick sehr verletzen. Entscheidend ist also, wie unsere innere Wahrnehmung ist.
Es gibt keine ablehnungsfreien Zonen
Selbst gut meinende Menschen lehnen andere ab. Das ist sogar am Schmerzlichsten. Oft merken sie es gar nicht. Keine Familie, kein Arbeitsplatz und auch keine Gemeinde ist ablehnungsfrei. Wir müssen also lernen mit Ablehnung umzugehen. Dies zu wissen, ist schon der erste Schritt: Ablehnung ist normal und widerfährt jedem. Wichtig ist, wie wir darauf reagieren.
Zeichen von Ablehnungsgefühlen
- Wie andere über uns denken ist uns wichtiger als was wir wollen.
- Wir suchen innerlich intensiv nach eigenen Fehlern.
- Wir geben in einem Streit lieber nach.
- Wir haben ein großes Harmoniebedürfnis.
- Wir erfüllen die Wünsche anderer, um nicht abgelehnt zu werden.
- Wir ziehen uns oft aus zu engen Beziehungen zurück.
Sich schützen, Stellung beziehen oder tanken gehen?
In einem gewissen Umfang sind alle drei Reaktionsweisen auf Ablehnung gut und richtig. Doch aus “Sich schützen” kann Rückzug und Isolation werden und aus “Stellung beziehen” ständiger Streit. Resultat kann Stolz und Ablehnung von anderen sein.
Wie im Beispiel oben gezeigt, ist tanken gehen und sich innerlich neu füllen der beste Weg. Doch genau das ist schwierig, wenn alle gegen einen schiessen und wir uns innerlich gleichzeitig mit Schuldgefühlen herumschlagen. Wo gibt es also einen sicheren Ruhepol?
Erstaunliche Konzepte in der Bibel
Sie heißen “Gehorsam” und “Furcht Gottes”.
- Gehorsam bekämpft das Grundübel der Ablehnung, die nur funktioniert, wenn wir die Ehre von anderen Menschen suchen. Wer gehorsam ist, weiss, dass er richtig liegt. Vor allem dann, wenn wir jemanden folgsam sind, der es nicht nur gut meint, sondern gut ist.
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Jesus sagt: Ich tue das, was der Vater mir zeigt und ich suche nicht die Ehre von Menschen.
. - Furcht Gottes ist das Gegenkozept zu Menschenfurcht. „Menschenfurcht legt einen Fallstrick; wer aber auf den HERRN vertraut, wird in Sicherheit gesetzt“ (Spr 29,25). Dies der Merksatz der Bibel zu diesem Thema. Die Frucht Gottes umfasst fünf Punkte und ergeben ein ausgewogenes Konzept. Furcht Gottes erwächst aus dem Respekt gegenüber der Person Gottes und aus einer Liebes- und Vertrauensbeziehung.
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Elemente der Furcht Gottes: Das Gute lieben, das Böse hassen (!), dem Frieden nachjagen, das eigene Reden kontrollieren, nicht stolz und hochmütig sein.
Wie reagierst Du?
Mit Überforderung? “Auch das noch alles. Sich anstrengen und viele Regeln einhalten. Nein danke, habe eh schon genügend Probleme.”
Mit Einsicht? “Es ist Zeit, meine Mauern gegen Gott einzureißen und sich ihm anzuvertrauen, weil er der Ruhepol über den menschlichen Beziehungen ist. Ich öffne mich Gott.” – Erstmalig oder ganz neu.
Hier ein Gebet, um den ersten Schritt gegen Ablehnung zu tun: Die Wurzel deiner Probleme.
Gerne kannst du mir eine Email schreiben und mir deine Probleme mit Ablehnung schildern. Ich höre gerne zu.
Günther, Cafe Inmeinerstrasse
Bild: AlexandraH; © pixelio.de
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