Berlin, 24.01.2008 - Die Idee von .Inmeinerstrasse.de ist in mir in einen Zeitraum .von elf Jahre gewachsen. Trotzdem war ich sehr .überrascht vor kurzem eine englische Website mit fast .identischen Grundgedanken zu entdecken.
Im Folgenden also etwas über die Entwicklung von In-Meiner-Strasse e.V, die Seiten von Loveyourstreet und einem Gedanken aus dem Buch „The Externally Focused Church“.
1. Die Wurzeln der Idee von Inmeinerstrasse.de liegen eigentlich in Kreuzberg. Dort habe ich in einem Nachbarschaftsladen in der Falkensteinstraße mitgemacht.
- Das kleine Cafe war ein Anziehungspunkt für viele Obdachlose und Gestrandete kurz nach der Wende. Innerlich fragte ich Gott, wie man denn einen breiteren Querschnitt der Menschen in Berlin erreichen könnte.
- Von türkischen Freunden habe ich gelernt, dass ein Weg dazu in die Wohnzimmer der Menschen ist. Zusammensitzen und Teetrinken.
- Im Studium bin ich dann kurz mit dem Thema „Bürgerschaftliches Leben“ in Berührung gekommen.
Zusammen mit Gebet, viel Zeit dazwischen und zum Schluss mit einer Reise nach Indien hat sich aus diesen drei Bestandteilen die Vision von Inmeinerstrasse.de entfaltet. Seit einem Jahr haben wir nun angefangen, konkret für die Umsetzung der Ideen zu beten und erste praktische Schritte zu gehen.
2. Vor zwei Wochen war ich doch völlig überrascht die Seite www.loveyourstreet.org von Laurence Singlehurst aus England zu entdecken. Noch nie zuvor hatte ich von einer ähnlichen Idee von jemand anders gehört. Deshalb war ich ganz begeistert.
Auch hier geht es darum, Gottes Liebe als einzelner bzw. als christlicher Hauskreis in ganz praktischer Weise, ohne jede Vorbedingung in der eigenen Nachbarschaft zu demonstrieren. Egal, ob die Menschen etwas mit dem christlichen Glauben am Hut haben oder nicht. Gemeinsam Basteln, eine Party machen, in der Nachbarschaft „Streife“ laufen oder Hilfsbedürftigen unter die Arme zu greifen sind nur ein paar Beispiele aus der Website.
Darüber hinaus geht es auch um das geistliche Wohlergehen der Menschen aus der eigenen Straße. Das wird im Slogan: “Be the secret pastor to those on your street“ zusammengefasst – Sei der inoffizielle Pastor für Menschen aus deiner Straße.
In seiner Antwortmail an mich fasst Laurence Singlehurst die Idee von www.loveyourstreet.com noch einmal schön zusammen:
… So glad you like the idea. It is a very practical concept. As you can see from the website we have linked it with this thought of every Christian being a secret pastor, that we all have our own congregations, except ours are non-Christians and we love these good folks unconditionally but seek their spiritual welfare. Loving Your Street is a part of that. …
3. Als ich diese Website entdeckt habe, fiel mir ein Gedanke aus dem Buch „The Externally Focused Church“ von Rick Rusaw und Eric Swanson ein, das mir jemand vor ein paar Monaten gegeben hat.
Dort schreibt der Autor in der Einleitung sinngemäß: In seiner Umgebung brach einmal ein großer Waldbrand aus. Die Menschen und auch er selbst waren so von diesem Ereignis beeindruckt, dass sie nicht anders konnten als zu denken, dass dies wohl eines der größten Brandkatastrophen sei, die es je gab. Doch im Fernseher sah der Autor dann in einem Bericht, wie viele Brände, darunter viel größere Brände als in seiner Umgebung, unabhängig voneinander am Brennen waren.
Dies vergleicht er dann mit einer neuen Bewegung Gottes, die an vielen Stellen unabhängig von einander heute aufbricht. Eine Bewegung, in denen Christen anfangen, Menschen in ganz praktischer, bürgerschaftlicher Weise zu dienen.
„There is a movement creeping its way across churches of all shapes, sizes, and denominations. It`s gaining ground. .. They seek to be salt, light, and leaven in the community. They see themselves as the “soul” of the community. They would be greatly missed by the community if they left.” (S. 12 – The Externally focused Church)
4. Schließen möchte ich diesen kurzen Bericht mit einer provokativen Frage aus diesem Buch:
Was würden ganz normale, säkuläre Menschen aus der Umgebung sagen, wenn morgen ihre Gemeinde oder ihr Hauskreis bzw. Hauskirche plötzlich ihre Pforten schließen müsste und sie aufhören würde zu existieren?
Was wäre die Antwort: Protest, Trauer, die Bitte doch weiter zu machen? Oder ist es so, dass ihre Gemeinde es noch nie geschafft hat, diesen Menschen spürbar zu vermitteln, dass sie wirklich gute Absichten hegen? – Bekanntlich ist ja das simple Hegen guter Absichten eine äußerst nutzlose Tätigkeit.
Lesen Sie mehr in unseren Frequently Asked Questions: FAQ >>
Hier etwas zu unserer grundlegenden Idee >>
Buchempfehlung: The Externally Focused Church
Bild: www.pixelio.de Fotograf: Gabisch



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