Die nächsten 100 Euro
Letzte Woche hat ein Bekannter mit mir über seine finanziellen Verhältnisse gesprochen. Ein immer wiederkehrendes Problem bei ihm ist, dass er bei Anschaffungen oder notwendigen Rechnungen keine “größeren” Beträge aufbringen kann. Jeder finanzielle Schritt ist eine Herausforderung wenn nicht gar eine mittlere Katastrophe.
.Teufelskreis zwischen notwendigen Ausgaben und Sparen
Die nächsten Tage kam in mir immer wieder die Frage hoch: Was würde ich genau an seiner Stelle tun. Mit allen Begrenzungen, in denen er leben muss?
Natürlich muss er seine Rechnungen zahlen. Aber eigentlich müsste er auch etwas Sparen und zur Seite legen. Nur wenn er eine gewisse Rücklage hat, treffen ihn die etwas größeren Rechnungen nicht wie ein Schicksalsschlag. Ein fast unlösbarer Widerspruch.
Die 10/10/80-Regel
Beim Nachdenken kam mir die 10/10/80-Regel. Diese Regel war für mich vor vielen Jahren die größte finanzielle Revolution, die ich je erlebt habe. Ich habe sie im Buch von Larry Lea “Wem Weisheit mangelt” gelesen. Die Regel sagt:
- Spare 10 Prozent deines Einkommens am Anfang des Monats bzw. nach Eingang des Geldes (Sparbuch oder was du bevorzugst).
- Gebe 10 Prozent deines Einkommens für das Reich Gottes (dies halte ich persönlich für einen Richtwert).
- Lebe dann von 80 Prozent.
Vorher hatte ich versucht, es genau umgekehrt zu machen. Trotz bester Vorsätze blieben keine 20 Prozent übrig. Doch der kleine Trick, die 20 Prozent am Anfang wegzutun, veränderte alles. Aus den Augen, aus dem Sinn. Innerlich stellte man sich einfach auf die vorhandene Summe Geld ein. Und plötzlich reichte es. Mit dem gesparten Geld vergrößerten sich die finanziellen Möglichkeiten schlagartig.
Wichtig: Die innere Einstellung zum Geld
Die innere Einstellung spielt beim Geld eine große Rolle. Nicht umsonst empfehlen Experten, nicht mit der Kreditkarte zu zahlen und den Dispokreditrahmen sofort zu kündigen. Innerlich stellt man sich einfach auf die theoretisch mögliche Summe ein.
Das nächste Treffen
Bei meinem nächsten Treffen habe ich meinem Bekannten von Larry Lea erzählt. Inzwischen hat er das Buch auch gelesen und hat angefangen, das Gelesene umzusetzen. Er spürt schon die ersten positiven Veränderungen.
Wenn dich finanzielle Sorgen drücken, schreibe mir doch. Vielleicht finden wir gemeinsam eine Lösung.
Günther, Cafe-Inmeinerstrasse.de
Bild: Dieter Schütz; © pixelio.de
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