Checklisten müssen alltagstauglich sein. Einfach anzuwenden und das Wesentliche erfassen. Als Kind wurde uns von unseren Eltern eine ganze Reihe solcher Checklisten mitgegeben. Wir wenden sie heute an, ohne jedes Mal groß darüber nachdenken zu müssen.
Nehmen wir zum Beispiel die Basis-Checkliste „Gutes Benehmen in der Öffentlichkeit“: „Danke sagen, nicht schmatzen beim Essen und zuhören, wenn jemand mit einem redet.“
Zugegebenermaßen, selbst heute sind wir nicht in jeder Situation perfekt in diesen Dingen. Vielleicht erinnern Sie sich gerade daran, dass sie vor kurzem eigentlich „Danke“ hätten sagen sollen. – Oder vielleicht hat Ihnen gestern ihr Ehepartner erst gesagt, dass sie manierlicher essen und besser zuhören sollen. – Nein, auch heute sind wir nicht perfekt. Dennoch die Basis-Checkliste steht uns jederzeit zur Verfügung und gibt uns eine gute Orientierung.
Wie steht es mit einer solchen Checkliste für eine Partnerschaft? Ehebücher sind hilfreich und geben gute Informationen. Doch morgens um 7 Uhr beim eiligen Frühstück oder abends nach einem anstrengenden Tag sind sie eher unpraktisch. – Oder stellen Sie sich vor: Es herrscht gerade sowieso schon dicke Luft zwischen ihnen und ihrem Partner und sie fangen an die entsprechenden Stellen aus einem Ehebuch vorzulesen! Sehr fraglich, ob das ihr Partner in der Situation wirklich schätzen kann.
Eine Basis-Checkliste für eine Partnerschaft bekommen wir meist nicht aktiv vermittelt. Liebe und Partnerschaft werden als großes romantisches Abenteuer empfunden. Von dieser Vorstellung trennen wir uns auch selbst dann ungern, wenn wir schon längst im Ehealltag angekommen sind. Heimlich träumen wir weiter, dass die großen romantischen Gefühle wiederkommen oder gar bei jemand anderem zu finden sind.
Mit der folgenden Checkliste können Sie die Romantik in ihrer eigenen Beziehung wieder neu entdecken. Verinnerlichen Sie diese Regeln. Wenn es mal nicht so läuft oder sie einfach gerade an die Checkliste denken müssen, gehen sie diese Punkte kurz durch und füllen sie sie mit ihren eigenen Ideen:
- Habe ich genügend Zeit mit meinem Partner zusammen verbracht? – Ein paar Minuten kuscheln, einfach mal 20 Minuten Zeit für den anderen haben, einen Tag verreisen …
- Habe ich in den letzten Tagen Einfallsreichtum und Kreativität in meine Beziehung investiert? – Kurz eine für den Partner unangenehme Aufgabe erledigen, ein Frühstück schön herrichten, den anderen ins Restaurant einladen, einen Mini-Liebesbrief unters Kopfkissen schieben oder einen Kopfstand für den anderen machen!
- Wann habe ich meinem Partner zum letzten Mal ein kleines Geschenk gemacht? – Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Auch bei ihrem Partner.
Übrigens versuchen Sie doch einmal für sich, die gleiche Checkliste für die Beziehung zu ihren Kindern umzuschreiben. Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr Kind drei oder 15 Jahre alt ist. Diese drei Fragen können „Wunder“ in ihrem Leben bewirken.
Wir würden uns freuen, wenn sie uns ihre kleinen Erfolgsgeheimnisse zusenden. Teilen sie uns ihre kreativen und witzigen Einfälle mit und berichten sie, welche Geschenke ihren Partner wirklich glücklich gemacht haben.
Bild: Berwis, © pixelio.de
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