Oft werde ich darauf angesprochen, dass ich in meinen Artikeln auf Cafe Inmeinerstrasse, immer wieder schreibe, dass Gott zu mir gesprochen hat.
Die Frage, die mir dann meist gestellt wird, ist simpel und ehrlich: “Wie hört man das denn?”
Beim Antworten komme ich dann erstmal selbst ins Stolpern. Ja, wie eigentlich? Wenn ich mir dann so meine Artikel anschaue, in denen ich über das Reden Gottes schreibe, dann sitze ich manchmal recht perplex vor dem Rechner.
“Das bist du, Günther?? Solche Sache erlebst du? Ist ja krass. Klingt phasenweise ziemlich surrealistisch und abgefahren.”
Auf der anderen Seite steigen dann Bilder in meinen Gedanken auf, wie ein um das andere Mal, Dinge die ich von Gott gehört habe, Realität geworden sind. Vielleicht muss ich an dieser Stelle auch betonen, dass ich so ein Reden nicht produzieren kann und Gott manchmal gesprochen hat, wenn ich es am wenigsten erwartet hätte. Andere Male bin ich wochenlang vor Gott im Gebet zu einer bestimmten Frage und in meinem Kopf entsteht nur Krautsalat, ohne dass ich irgendwas höre. Dies sollte ich vielleicht ehrlicherweise dazu sagen. Und es unterstreicht nur, dass Gott der Herr ist und ich aus seiner Kraft und Liebe lebe und nicht umgekehrt.
Wie bin ich also dazu gekommen, Gottes Stimme hören zu lernen. Im folgenden eine Liste ohne Anspruch auf Vollständigkeit, wie sie mir gerade in den Sinn kommt.
- Mein erstes Reden Gottes habe ich vor mehr als 20 Jahren erlebt als ich Gott buchstäblich alles, das heisst auf sein Reden hin all mein Geld, gegeben habe. (1988)
- Ich habe das Wort der Erkenntnis in den Jahren 1990 bis 1993 im Gebet intensiv begehrt und begehrt und begehrt.
- Ich war mutig und habe Eindrücke weitergegeben.
- Vor ein paar Jahren, habe ich zu Gott gesagt: Ich öffne mich für dein Reden in Träumen, nachdem ich es vorher schon ein paar Mal spontan erlebt hatte.
- Jahrelang habe ich über meine Träume geschwiegen, weil ich der Meinung war, dass ich ein Lehrling in diesen Dingen bin, der viele Fehler macht. Ich war immer der Meinung, dass ich erst ab 3000 aufgeschriebenen Träumen zum Gesellen werde. Mittlerweile strebe ich die 10.000 an, um die Meisterprüfung ablegen zu können.
- Ich habe gelernt, meiner eigenen Stimme im Herzen zuzuhören. Deshalb habe ich auch gelernt zu unterscheiden.
- Ich habe mich meinen Leitern untergeordnet.
- Seit vielen Jahren schule ich meinen Verstand an der Bibel und an dem Wort Gottes.
- Ich verbringe viel Zeit im Gebet.
Das Reden Gottes erfahre ich auf unterschiedliche Weise. Manchmal wird ein Bibelvers plötzlich so lebendig, dass ich weiss, dass gilt jetzt für mich und meine Situation. – Sicherlich kann dies nicht über jedes Bibelwort behauptet werden.-
Erst vor kurzem sprach ein Bibelvers zu mir: “Wessen Wege dem Herrn wohlgefallen, dessen Feinde suchen Frieden mit ihm.” Danach wusste und wusste ich, dass eine ganz spezifische Situation sich ändern wird. Und was soll ich sagen?! Es kam genau so, ohne mein Zutun.
Manchmal ist das Reden Gottes wie ein leises Flüstern zu meinem Herzen oder ich sehe vor meinen Augen ein bestimmtes Bild. Andere Male spricht Gott sehr direkt zu mir im Traum.
Eines kann ich allerdings ganz gewiss sagen. Jedes Mal wenn das Reden Gottes kommt, bin ich aufgeregt wie ein kleines Kind. Ich geniesse es. Das sind die besonderen Momente in meinem Leben nach denen ich mich sehne.
So wie das eine Mal als ich entmutigt auf meinem Bett lag und ich plötzlich unerwartet das leise Flüstern des Heiligen Geistes in meinem Herzen hörte:
“Ich liebe dich.”
Wow, innerhalb von Sekunden ordneten sich meine Gedanken neu und die Entmutigung war verschwunden. In mir war neuer Tatendrang.
Oder neulich das leise Reden vor drei Wochen, in der mich der Heilige Geist an die Zeit vor zwanzig Jahren erinnerte, in der ich alles gegeben hatte. Er zeigte mir was dies in Kürze für Auswirkungen für mich haben würde. Inzwischen ist das Result sichtbar geworden. Da es sehr persönlich ist, möchte ich es an dieser Stelle nicht preisgeben. Wenn ihr einmal im Offenen Haus in Tegel vorbeischaut, dann verrate ich es euch aber gerne.
Einmal habe ich irgendwo gelesen, dass es gar nicht so schwer ist, auf Gottes Reden “eingetunt” zu sein, wenn man auf die richtige Frequenz stellt. Komischerweise hat mich diese kleine Bemerkung dazu ermutigt, meine Lauscher immer öfters auf Gottes Frequenz auszurichten.
Wo habt ihr Gott in eurem Leben reden hören? Und wo ging es schief? Gerne könnt ihr mir eine Email schreiben.
Günther aus dem Offenen Haus Tegel
Bild: Klicker, © pixelio.de
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