Ist es nicht edel, sich ernsthaft mit seinen Problemen auseinanderzusetzen? Mutig auf die Unwirtlichkeiten des Lebens zuzugehen?
Sind auf der anderen Seite Menschen, die locker an Dinge rangehen und auch einfach mal die Augen vor den Schwierigkeiten verschließen, nicht unverantwortlich und unreif?
Wie immer ist wohl der beste Weg der goldene Mittelweg. Ganz sicher ist es vor allem von der konkreten Situation abhängig.
Wenn ich mir allerdings Johannes 15 anschaue, dann scheint Jesus eindeutig den fröhlichen Mut zu bevorzugen. Er spricht davon, dass seine Nachfolger ohne jeden Zweifel in arge Bedrängnisse und Verfolgungen kommen werden. Wie das Amen in der Kirche werden Probleme und Schwierigkeiten kommen, die wirklich unschön sind. Doch Jesus ruft nicht zu erbittertem Widerstand und Kampf bis zum letzten Blutstropfen auf. Sein Schlachtruf in Vers 11 ist: Fangt mit Freude an und maximiert euer freudiges Wohlbefinden wie ein Weltmeister.
Solange bis ihr innerlich von dieser Freude völlig erfüllt seid. Der Weg dahin ist nach Jesus, im Bewusstsein des Geliebtseins zu bleiben und die entsprechenden Worte und Aussagen Gottes in sich aufzunehmen und zu verinnerlichen.
In diesem Sinne wünsche ich euch ein Wochenende, in dem ihr eure Probleme auf die leichte Schulter nehmt. Ja, ihr dürft glücklich und stolz darauf sein, dass ihr euere Schwierigkeiten mit einem Lächeln auf den Lippen nicht ganz so ernst nehmt.
Ihr dürft es geniessen, ein “sommerfrischer Leichtmütler” zu sein anstatt eines gründlichen, tatsachenbetonten und schwersinnigen Philosophen. Lache dein Biskaja-Tief wie im Video auch einmal aus und lege den Habitus des schwer arbeitenden, hart betenden “Herbst-Pragmatikers” ab.
Also nicht immer FAKTEN, FAKTEN, FAKTEN, sondern auch einmal FREUDE, FREUDE, FREUDE.
Glaubst du auch, dass man Probleme WEG-FREUEN kann? Schreib mir doch deine Meinung und was du erlebt hast!
Günther, Cafe Inmeinerstrasse
Bild: youtube.com
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>>Lache dein Biskaja-Tief wie im Video auch einmal aus und lege den Habitus des schwer arbeitenden, hart betenden “Herbst-Pragmatikers” ab.<<
Als ob das so leicht ginge. Selbst wenn ich das mal auslachen würde, das hielte ja nicht für ewig, das ist einfach Typsache. Womit ich mich nicht darauf festlegen will, dass Gott mich nicht noch ändern kann – ich habe das sogar als Ziel und wünsche mir Leichtigkeit – aber noch bin ich der Herbstpragmatiker, der den Frühlingsfrischlern neidig hinterhersieht.
*seufz*
Ein guter Einwand, der sehr berechtigt ist. Vielleicht ist gerade der Hinweis auf verschiedene Typen eine Weiterführung des Eingangsgedankens, dass man sich bewusst macht, dass es ein Stückweit mein Typ ist und dass man es nicht verklärt als besonders edel und gleichzeitig den Blick offen hält für das Leichte und Schöne. Das kann sicherlich ein Stückweit trainiert werden. Ich hoffe, du musstest beim Video sommerfrisch mitlachen