Gespräch mit der Nachbarin
Letzten Freitag habe ich mit meiner Nachbarin auf der Straße gesprochen. Als ich schon weiter wollte, erzählte sie mir von ihren Schmerzen im Rücken und dass sie kaum schlafen könne. Sie war schon bei mehreren Ärzten gewesen und der nächste Termin sei erst nächste Woche. So ihre Geschichte.
Für die Nachbarin gebetet
Plötzlich sagte eine “innerliche” Stimme oder ein leiser Gedanke zu mir: “Bete für die Frau.” In Sekundenschnelle hatte ich gleich eine ganze Kette von Gegenargumenten parat, warum ich nicht beten würde:
- Mache ich sonst ja auch nicht.
- Es ist eine Nachbarin.
- Auf der Straße ist ungünstig.
- Was ist, wenn ich mich täusche und nichts passiert.
Deshalb erzählte ich auch noch schnell eine kleine Krankengeschichte von mir, um Zeit zu gewinnen. Doch dann dachte ich mir: “Ok, ich mach’s.” Ich betete kurz, ging weiter und vergaß das Ganze.
Ein Anruf am Samstag morgen
An der Nummer erkannte ich schon die Nachbarin. Erst nach ein paar Sätzen verstand ich, was sie mir begeistert berichten wollte:
Sie hatte geschlafen, seit langer Zeit wieder wie ein Murmeltier geschlafen! Der Schmerz sei weg! Ein Wunder für sie! Plötzlich waren wir mitten in einem Gespräch über Gott:
Vielleicht solle sie es mit Gott mal probieren, sagte sie. Gott sei ihr immer so weit weg erschienen. Aber jetzt!
Staunend stand ich nach dem Anruf in meiner Küche
Gott hat seine Wege zu Menschen, die ihn nicht kennen. Bestimmt auch zu dir. Vielleicht dachtest du auch immer, dass Gott weit weg ist. Aber wie mein Erlebnis zeigt, spricht Gott sogar mitten auf der Straße und will in dein Leben eingreifen.
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Günther, Inmeinerstrasse
Bild: Rainer Sturm, © pixelio.de
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