Gewaltige Herausforderungen für christliche Ehepaare heute

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wanna_ride_16.jpg„Früher war es leichter.“, seufzt Michael und betrachtet den Sonnenuntergang. Gerade eben hatte er einen handfesten Krach mit seiner Frau Sara. Seine Frau verlangte von ihm, dass er sich auch um das Baby kümmern sollte. Ein Wort gab das andere. Mit hochrotem Kopf und mit knallenden Türen stürzte er auf die Terrasse. „Erwartet sie doch glatt, dass ich auch noch Windeln wechsle, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme.“, murmelt er vor sich hin. „Damals waren die Rollen klar aufgeteilt… und jeder kannte seinen Platz…“. Und heimlich will sich ihm ein Gedanke beschleichen, gegen das er sich erschrocken wehrt: „… und die Frauen hatten sich den Männern unterzuordnen…“.

 

Nicht nur Männer stehen heute vor einer neuen und gewaltigen Herausforderung. Auch Paare sind davon betroffen. Die gesellschaftlichen Rollen von Mann und Frau sind in einem historischen Umbruch. Frauen genießen beruflich und wirtschaftlich eine Freiheit, die es zuvor so nie gegeben hat. Gleichzeitig stehen sie vor nie dagewesenen Dimensionen von Schwierigkeiten gegenüber. Die Erwartungen der Frauen an die Männer sind regelrecht explodiert. Männer werden mit diesen Erwartungen buchstäblich überfordert, da die übrigen Anforderungen durch Beruf und andere soziale Beziehungen nicht zurück gegangen sind.

 

Ebenso sind die Erwartungen von Frauen und Männer an sich selber gestiegen: Erfolg im Beruf, Karriere, viel Freizeit, materielle Unabhängigkeit, sexuelle Erfüllung, Verliebtheit bis ans Lebensende – und je nach dem Kinder. Hinzu kommen weitere Probleme, die die Beziehung belasten: Fernsehen, Internet und weitere multimediale Gerätschaften. Für manche christliche Paare eine Herausforderung. Sie sehen sich gezwungen sich vermehrt zu fragen, was nach Gottes Maßstäben erlaubt ist.

 

Vieles wurde für die Ehe übernommen. Nach dem Motto: So ist es üblich. Von den Eltern ein bisschen, von Hollywood etwas, von Freunden auch noch was, und zu guter Letzt von der Gemeinde. Ohne groß darüber nachzudenken. So hat man es schon immer gemacht. Eigentlich ist es klar, wie es zu laufen hat. Meint man, und wundert sich, dass die Praxis zeigt, dass doch nicht alles klar ist.

 

Allerdings: Die größte Herausforderung für christliche Ehepaare, Christen und christliche Gemeinden ist das zunehmende Paarsterben. Immer mehr christliche Ehepaare lassen sich scheiden. Wie soll ein Christ damit umgehen? Was soll die christliche Gemeinde damit machen? Und was sollen betroffene Paare machen, die sich eingestehen müssen: „Es geht nicht mehr.“?

 

Bisher konzentriert man sich auf den Schaden. Leider muss man hier sagen. Denn immer noch gilt der Spruch: Wehret den Anfängen. Immer noch liegt z.B. die Ehevorbereitung in Händen von Laien, die ehrenamtlich in christlichen Gemeinden aktiv sind. Aber auch Pastoren sind nicht automatisch dafür ausgebildet. Sehr häufig fehlt hier die Überweisungskompetenz der Pastoren, Paare in professionelle Hände zu geben.

 

Es reicht nicht, Paare nur theoretisch auf die Ehe vorzubereiten. Und es reicht auch nicht, Ehepaare in Eheseminaren „nur“ theoretisch zu schulen. Hier muss gearbeitet und geübt werden. Der Leiter geht mit dem Paar mit, und er nimmt die Zügel in die Hand. Er ist regelrecht Trainer. Das klappt auch wunderbar in Gruppen.

 

Ein Umdenken ist hier gefordert: Von gescheiterten Beziehungen christlicher Paare. Und es gehört zur Ehre Gottes, wenn Zeichen gesetzt werden, dass Paare professionell auf die Ehe vorbereitet bzw. für die Ehe fit gemacht werden.

Gastbeitrag im Cafe Inmeinerstrasse.de von Peter Varsek

Zur Person: Peter Varsek, führt Menschen (wieder) zusammen – beruflich und privat. Persönlich sieht er sich als Beziehungs-Trainer. Paare lernen bei Peter Varsek das praktische Handwerkszeug für ihre Beziehungen. Denn nur gute Beziehungen haben optimale Auswirkungen auf alle Lebensbereiche. www.beratung-wendepunkt.de

 

Bild: pixelio.de, Model Release

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