Nun habe ich die letzten Wochen, Monate und Jahre auf Cafe-Inmeinerstrasse.de immer wieder über Anliegen und Fragen von Menschen berichtet, die exemplarisch für viele andere von Interesse sind. In persönlichen und telefonischen Gesprächen habe ich einen Teil meines Lebens in andere investiert. Es war eine Freude für mich, zu erleben, dass durch Gebet und mit hoffentlich göttlich getränkten Ratschlägen sich das Leben anderer Menschen verändert hat.
Ich denke gerade an die ältere Frau, deren Ängste, die ihr das Leben zur Hölle gemacht hatten, nach einem telefonischen Gebet verschwanden. An den jungen unbekannten Mann, der mich gebeten hatte, ihn zu besuchen, weil er nachts nicht mehr schlafen kann. Im gemeinsamen Gebet hat er das Bekennen von Sündenlast als Befreiung erlebt.
Anderen konnte ich wenigstens ein Freund sein. Ich denke an die Besuche im Krankenhaus in der neurologischen Abteilung und an Gespräche wie mit meinem Bekannten, der Hartz 4 bezieht. Begegnungen, in denen mir Antworten nicht leicht fielen.
Mein Herz wird wirklich weich, wenn ich Emails wie die folgende bekommen. Dann möchte ich einfach ein Freund sein: “Kann ich mal vorbeikommen. Ich bin ziemlich in Not und wüsste nicht wen ich fragen könnte. Traurig , oder???? In dem ganzen grossen Berlin. Bitte sag Bescheid Günther.”
Besonders gerne denke ich an die sorgsam weitergegebenen Bibelverse, die sich oft als das Wirksamste für meine Gesprächspartner erwiesen. Wirksamer als all meine Tipps und meine Mühen. Bei all diesen Gesprächen habe ich immer besonders darauf geachtet, dass ich die Probleme anderer nicht mit in mein Leben hineinnehme. Schließlich habe ich ja nicht die Verantwortung zu tragen, die Gott für diese Menschen hat.
Auch ich war in all dem nur ein Mensch. Gott war einmal näher (sehr nahe) und manchmal auch ferner für mich. Doch was ich in letzter Zeit erlebe, dafür bin ich einfach nur dankbar. Ich erlebe den guten Gott, der sich für mich interessiert, der durch sein Wort zu mir spricht und der meine Anliegen genau kennt. Natürlich heisst das nicht, dass vor mir eine “barrierefreie” Zukunft liegt. Doch mit Gottes Hilfe geht es Schritt für Schritt weiter.
Nur ein kleines Beispiel stellvertretend für andere: Vor zwei Tagen hat mich eine Frau angerufen, die ich eigentlich nur telefonisch kenne. Sie sagte zu mir:
“Gott hat mir heute morgen um halb fünf im Halbschlaf etwas für dich gesagt, dass ich dir weitergeben soll.”
Natürlich war ich kritisch gespannt, was jetzt wohl kommen würde. Ich konnte ja nicht ahnen, dass sie mir genau einen Traum, den ich am Wochenende zuvor gehabt hatte, beschreibt und dann noch Fragen aufgreift, die mich beschäftigt haben. Danke Jesus für solche Fürsorge.
Manchmal frage ich mich, wie das Menschen nur ohne diesen guten Gott machen. Sie haben kein Wort Gottes, keine Bibel, die sie ständig motiviert und zu ihnen sagt: Stehe auf und gehe weiter.
Ich danke meinem guten Gott für all diese Dinge. Wenn ich mich auf ihn stütze ,werden andere Dinge plötzlich gar nicht mehr so wichtig und ich kann loslassen. Mein Kopf und mein Blick werden frei. Ich habe es wieder und wieder erlebt.
Günther, Cafe-Inmeinerstrasse
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Bild: Rainer Sturm, © pixelio.de
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