Herr, ich bin wütend. Ich bin so empört, was meine Feinde mir alles antun wollen. Herr, Du weisst, wie sie dreist und ohne Scham über mich geredet haben und versucht haben, mich über den Tisch zu ziehen. Du kennst all die Ungerechtigkeiten, die sie mir antun wollen.
Aber ich möchte jetzt einfach im Gebet vor Dir innehalten und dir sagen, dass ich Dich liebe und Dir die Ehre geben möchte. Du bist der Herr über mein Leben. All das Böse, das sie mir antun wollen, kann nicht verhindern, dass sich dein Plan für mein Leben entfaltet.
Ich will mich hier im Gebet einfach daran erinnern, dass sie kein einziges gutes Geschenk, dass Du mir geben willst, auf Dauer verhindern können. Am Ende wirst du Herr mit deinen Plänen siegen. Ich richte meinen Blick auf Dich und nicht auf meine Feinde.
Vater, ich entscheide mich jetzt bewußt vor dir, in meinem Zorn innezuhalten. Ich weiss, dass wenn ich weiter auf diesem Weg des Zorns unterwegs bin, dass das Ergebnis nicht so sein wird, dass es in deinen Augen gut ist. Ich lasse vom Groll gegen meinen Feind jetzt ab. Ich vergebe ihm, auch wenn ich weiss, was er mir alles schon angetan hat.
Ich vergebe im Bewußtsein, dass er auch weiterhin darauf aus ist, mir schaden zu wollen. Ich löse mich in Jesu Namen von Zorn, Groll und Unvergebenheit. Ich bitte um Vergebung, wo ich gegen meinen Feind zu weit gegangen bin.
Heiliger Geist komme jetzt in meine Gedanken und reinige sie. Hilf mir, dass mehr Wahrhaftigkeit in mein Leben kommt. Lass mich die verborgene Bitterkeit in meinem Herzen erkennen. Zeige mir auch meine Rechte im Konflikt mit meinem Feind. Zeige mir wie Du mich siehst und wer ich in deinen Augen bin.
Schenke mir große Liebe und auch kühne Klarheit für meine Feinde. Gib mir die Kraft, meine Rechte einzufordern und durchzusetzen. Zeige mir, wie ich dabei vorgehen soll. Führe mich Schritt für Schritt in den Auseinandersetzungen. Ich werde vor der Ungerechtigkeit nicht zurückweichen und sie dort wo ich kann verhindern. Mache mich zu einem sanften Krieger!
Im Namen Jesu spreche ich Verwirrung und Unorganisiertheit in die Aktionen meiner Feinde hinein. Ich befehle im Namen Jesu, dass ihre Ungerechtigkeit und Dreistigkeit keinen Erfolg haben wird. Im Namen Jesu trenne ich sie von boshaften Quellen ab, die sie immer wieder anfeuern. Ich bekenne dein Wort über meinen Feinden und ihren Verbündeteten, dass ein Haus, das mit sich selbst uneins ist, keinen Bestand haben wird. Ihre falschen Allianzen werden keinen Bestand haben, in Jesu Namen.
Vater, im Himmel, ich bitte dich für meine Feinde sogar um Gutes. Segne sie in den Bereichen, in denen es möglich ist. Schenke ihnen Frieden und lass sie ihre wahren Bedürfnisse erkennen. Ich gebe Dir das Recht ab, mich an meinen Feinden zu rächen. Es soll zwischen meinen Feinden und mir nicht nach dem Prinzip “Auge um Auge, Zahn um Zahn” gehen.
Ich will deinem Segen und Deiner Rache den Raum und die Gelegenheit geben, das zu tun, was in Deinen Augen angemessen ist. Ich lege mich vor dir fest, mich nicht rächen zu wollen, sondern nur meine Rechte durchzusetzen. Dein Wille geschehe über meinen Feinden.
Danke, dass du mir im Angesicht meiner Feinde einen schönen Gabentisch bereitest und meine Feinde mir nichts wirklich anhaben können. Danke, dass es meiner Seele gut gehen wird. Danke, dass ich wie in einem grünen Tal bin, das mit dickem Sicherheitsglas umgeben ist. Meine Feinde wirken dadurch nur noch wenig bedrohlich und mit ihrem Drohen fast schon skurill.
Ich vertraue auf dich Herr. Dein ist das Reich. Bei dir ist die Kraft und in dir ist eine Herrlichkeit, die meinen Verstand übersteigt. Bei Dir bin ich geborgen.
Günther, Cafe Inmeinerstrasse
Bild: WRW, © pixelio.de
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Wir wissen, dass Gott die Sünder nicht erhört, sondern den, der gottesfürchtig ist und seinen Willen tut, den erhört er! (Johannes 9, 31)