Ist ein Kraut gegen Lieblosigkeit gewachsen?

Ist ein Kraut gegen Lieblosigkeit gewachsen?


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Vor zwei Tagen bin ich eine Statistik über im Internet gesuchte Begriffe durchgegangen. Meine Augen blieben an dem Begriff “Lieblosigkeit” hängen. Das hat mich betroffen gemacht.

Ich habe mir vorgestellt, wie da ein Mann oder eine Frau vor dem Computer sitzt und in die Tastatur das Wort “Lieblosigkeit” bei Google eintippt und sich durch die Suchergebnisse klickt. Was der Mensch hinter dem Computer wohl dabei fühlt und was hofft er zu finden?

Ich habe dann ebenfalls das Wort “Lieblosigkeit” bei Google eingegeben. Schon die ersten Suchergebnisse zeigten, wie gravierend die Folgen von Lieblosigkeit sein können. “Zerbrochen an Lieblosigkeit”, “erhöhtes Herzinfarktrisiko”, “an Lieblosigkeit sterben ist der schlimmste Tod” waren Stichworte in den ersten Links.

Erstaunt las ich dann, dass Salze und Kräuter gegen Lieblosigkeit angeboten werden. Allerdings wurde mir nicht klar, wer diese Mittelchen einnehmen soll. Der Lieblose oder die Person, die darunter leidet?

Aufschlussreicher fand ich dann die Liste der Synonyme für das Wort “Lieblosigkeit: “Herzlosigkeit. Härte, Kühle, Rücksichtslosigkeit, Gefühllosigkeit, Erbarmungslosigkeit, Gewissenlosigkeit, Kälte und Achtlosigkeit.”

Ein liebloser Mensch ist also jemand, der nur noch sich selbst wahrnimmt. Sein Gegenüber spürt er scheinbar nicht mehr. Ihm geht es vor allem um seine Gefühle, seine Gedanken und seine Bedürfnisse. Plötzlich wurde mir klar, dass die Lieblosen nicht unbedingt nur die ganz “Bösen” sein müssen. Diese Lieblosigkeit kann ganz schnell auch in die eigenen Verhaltensmuster kommen.

Wie sieht das in unseren eigenen Gedanken und Gesprächen mit anderen aus? Drehen sich unsere Worte auch vor allem darum, wie unsere Gefühle verletzt wurden, was wir gerne hätten, was wir uns erhoffen? Dann eilen wir wahrscheinlich mit Riesenschritten mitten in die Lieblosigkeit.

Das Gegenteil von Lieblosigkeit ist dann wohl Achtsamkeit. Achtsamkeit hat etwas mit der Fähigkeit wahrzunehmen zu tun. Ein Ausweg aus der Lieblosigkeit ist also unsere Aufmerksamkeit für andere und deren Befindlichkeiten zu schulen.

Hier vier Schritte, wie wir unsere Aufmerksamkeit besser auf den anderen ausrichten können, um uns von dem gefährlichen Zustand der Lieblosigkeit zu befreien:

1. Fragen stellen und genaues Zuhören helfen – besser als alle Kräuter – um den anderen besser wahrzunehmen: Wie, Warum, Wozu …

2. Schweigen und nicht ständig von sich erzählen. Schweigen, um erst einmal zu verstehen und erneut nachzufragen.

3. Achtsam – im Hinblick auf den anderen – reden: Über seine guten Eigenschaften, über seine Sehnsüchte, seine Wünsche.

4. Mit Kleinigkeiten Freude bereiten – mit Gesten, kleinen Geschenke oder einem lieben Blick

Für unsere christlichen Gemeinden und die Beziehungen darin hat Jesus uns nur ein  e i n z i g e s  Gebot gegeben: “Wir sollen uns gegenseitig lieben.” Wenn wir das mit Jesus wirklich ernst meinen und nicht nur ein religiöses Spiel spielen wollen, dann müssen wir die Gefahr der Lieblosigkeit sehr ernst nehmen. Dann können wir nicht wie oben leichtfertig sagen: “Aber meine Gefühle sind so verletzt …”

Der schönste Link, den ich bei meiner Google-Suche gefunden habe, war der Link mit den Worten gegen Lieblosigkeit von Sweetsmilesunshine: “Unrecht zugeben, Loben, Nachfragen, was der andere denkt und ob er Hilfe braucht, Danke sagen und das “Wir” betonen .

Günther, www.inunsererstrasse.de

Lesen Sie mehr: Loben, Komplimente machen, sich verändern



www.blume2000.de

Bild: Chris Klein, pixelio.de


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