Gott redet heute noch durch prophetische Träume: „Wenn ich Propheten zu euch sende, offenbare ich mich ihnen in Visionen und spreche zu ihnen in Träumen.“ (4 Mose 12,6).
Träume können aber auch in die Irre führen. Das passiert, wenn Träume zu unserem Götzen werden oder wenn wir Dinge, die in unserem eigenen Herzen sind mit dem Reden Gottes verwechseln und als solches ausgeben..
Ein weiser Umgang mit Träumen setzt also ein gereinigtes Herz voraus. Nur wenn wir Gott wirklich dienen wollen und Ihm nachfolgen, werden wir zwischen beidem unterscheiden können..
Entscheidend beim Umgang mit unseren Träumen ist das Motiv in unserem Herzen. Daniel ist ein biblisches Beispiel für jemanden, der weise mit Träumen umgehen konnte: Daniel aber verstand sich auf Gesichte und Träume jeder Art. (Daniel 1,17).
Sein Leben war von Gebet und Hingabe an Gott geprägt. Manipulationsversuche aus seinem Umfeld, auch durch den herrschenden König, widerstand er im Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes. Seine Loyalität galt Gott. Er fürchtete Gott mehr als die Menschen um ihn herum.
Ein ganz anderes Beispiel für den Umgang mit Träumen finden wir im Buch Jeremia. Anerkannte Propheten in Israel hatten falsche Motive im Umgang mit ihren Träumen. Gegenseitig bestärkten sie sich in ihren Aussagen. Ihr Verhalten kann mit einem Vers aus Prediger charakterisiert werden. “Wo viel Träume sind, da ist Eitelkeit und viel Gerede; darum fürchte Gott!” (Prediger 5,6)
Jeremia schreibt in Kapitel 23,25-28: “ Ich höre es wohl, was die Propheten reden, die Lüge weissagen in meinem Namen und sprechen: Mir hat geträumt, mir hat geträumt. 26 Wann wollen doch die Propheten aufhören, die Lüge weissagen und ihres Herzens Trug weissagen 27 und wollen, dass mein Volk meinen Namen vergesse über ihren Träumen, die einer dem andern erzählt, wie auch ihre Väter meinen Namen vergaßen über dem Baal? “28 Ein Prophet, der Träume hat, der erzähle Träume; wer aber mein Wort hat, der predige mein Wort recht.”
Vier grundlegende Schwächen charakterisieren den Umgang der Propheten in Jeremia mit ihren eigenen Träumen:
1. Ein falscher Lebensstil und fehlende Buße
13 Auch bei den Propheten zu Samaria sah ich Anstößiges, dass sie weissagten im Namen des Baal und mein Volk Israel verführten; 14 aber bei den Propheten zu Jerusalem sehe ich Gräuel, wie sie ehebrechen und mit Lügen umgehen und die Boshaften stärken, auf dass sich ja niemand bekehre von seiner Bosheit. (Jeremia 23, 13-14)
2. Träume werden zum Götzen
… und wollen, dass mein Volk meinen Namen vergesse über ihren Träumen, die einer dem andern erzählt, wie auch ihre Väter meinen Namen vergaßen über dem Baal? (Jeremia 23,27)
3. Verwechseln des Redens im eigenen Herzen mit dem Reden Gottes:
“So spricht der HERR der Heerscharen: Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen. Sie täuschen euch, die Vision ihres Herzens reden sie, nichts aber aus dem Mund des HERRN.” (Jeremia 23,16)
4. Verachten der Wahrheit und des Wortes Gottes:
Die Interpretation ihrer Träume für sich und die anderen lautete: Es wird alles gut werden. Alles halb so schlimm.
“17 Sie sagen denen, die des HERRN Wort verachten: Es wird euch wohlgehen -, und allen, die nach ihrem verstockten Herzen wandeln, sagen sie: Es wird kein Unheil über euch kommen.” (Jeremia 23,17)
Die Ursachen sind in ihrem eigenen Lebenswandel zu suchen. Zum einen müssen sie ihr eigenes Verhalten rechtfertigen. Zum anderen ist es eine Folge von Eitelkeit, Stolz, Geltungsbedürfnis und Menschenabhängigkeit. Mit dieser Art von Weissagungen sichern sie ihre gute gesellschaftliche Position nach dem Motto:
.“Business als usual. Nichts muss sich verändern. Wir nicht und ihr auch nicht. “Wir wollen nach unsern Gedanken wandeln, und ein jeder soll tun nach seinem verstockten und bösen Herzen.” (Jeremia 18,12)”.
Letztlich sind Träume kein Sonderfall. Die besten Absichten, Worte und Bilder können missbraucht werden. Auch beim Lesen der Bibel kann dieser Effekt eintreten. Wir lesen das Wort Gottes und reden uns unseren Zustand schön. Die Wahrheit ist: Unsere Motive sind niemals rein vor Gott. Die gute Botschaft ist allerdings, dass Gott dies weiss.
Nach der Einsicht in diese Tatsache können wir uns aufmachen, seine Gnade zu suchen. Jesus hat all unsere falschen Motive am Kreuz auf sich genommen. In der Sündenvergebung können wir unser Herz täglich neu reinigen.
Wenn wir in dieser Haltung verharren, werden für uns Träume ein ähnlich hilfreiches Instrument wie für Daniel sein, das Reden Gottes im Traum erfahren zu können. Ein Traum von Gott wird Sie immer tiefer in die Wahrheit des Wortes Gottes hineinführen. Eine ganz persönliche, intime Führung für Sie an der Hand Gottes in Träumen.
Eine der wichtigsten Wahrheiten in diesem Zusammenhang ist: Ein sauberes und gehorsames Herz kann nur von Gott geschenkt werden. Es ist nichts, das wir durch religiöse Anstrengungen erreichen könnten.
Die Güte Gottes treibt zur Umkehr. Nur wer die Angst verliert und die Güte Gottes erkennt, wird wirkliche Veränderung erleben können.
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Gott redet auch heute in Träumen.
Mal konkret: Wie erlebe ich Gottes Liebe
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Bild pixelio,de Lea M.
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