Jeder kennt das Stimmengewirr der .unterschiedlichsten Tipps, wie wir uns gegenüber .Kollegen,. Freunden und Familienmitgliedern verhalten sollen. .Zeitschriften und Bücher sind voll von guten Ratschlägen: „Setz .dich durch.“ – „Sei verständnisvoller und teile dich mit.“ „Lerne .Nein zu sagen.“ „Sei nicht immer so egoistisch und sei vor allem du selbst.“
Viele unserer Gespräche mit Bekannten drehen sich um solche Dinge. Wie ist das Verhalten eines anderen einzuschätzen und wie sollen wir uns selbst verhalten? War ich schuld oder war er es? Soll ich es erstmal ruhen lassen oder es direkt ansprechen?
Um es vorwegzunehmen. All das kann hilfreich sein und ist wichtig, um Dinge richtig zu verarbeiten. Doch manchmal können all diese Ratschläge erschlagend und verwirrend wirken.
Uns fehlt oft die Weisheit zu erkennen, wann welche Stimme recht hat. Beides kann richtig sein: Manchmal ist es dran zu vergeben, nachzugeben und hilfsbereit zu. Genauso richtig ist es zu einem anderen Zeitpunkt, deutlich nein zu sagen und sich auch um seine eigenen Bedürfnisse zu kümmern.
Im Lärm der unterschiedlichen Meinungen hören wir oft unsere innere leise Stimme nicht mehr. In dieser sanften Stimme teilt sich Gottes Weisheit mit. Denn auch Gottes Weisheit hat eine Stimme. Sie spricht Tag und Nacht zu uns. Wir entscheiden darüber, ob wir sie hören wollen oder nicht. Gottes Weisheit ist nicht nur für einige besondere Menschen, sondern für alle Menschen.
Die Weisheit [Gottes] ruft laut auf der Straße und lässt ihre Stimme hören auf den Plätzen. Sie ruft im lautesten Getümmel, am Eingang der Tore, sie redet ihre Worte in der Stadt.
König David aus der Bibel erlebt, dass Gottes Weisheit persönlich für ihn da ist. Er fühlt sich durch Gott zuverlässig beraten:
Ich lobe den HERRN, der mich beraten hat; auch mahnt mich mein Herz des Nachts. Psalm 16, Vers 7
Die Freude Davids in diesem Bibelvers und die Selbstverständlichkeit darin, dass Gott David sozusagen Tag und Nacht zu seinem Nutzen Tipps gibt, wirken so einfach.
Uns bewegt heute wahrscheinlich deswegen sofort eine Frage: Ist es schwer, in eine solche Beziehung zu Gott zu kommen, in der wir konkret Gottes Weisheit erleben können?
Der Weg dahin ist in Wahrheit ganz simpel. David schreibt an anderer Stelle:
Die [Ehr-] Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang. Klug sind alle, die danach tun. Sein Lob bleibet ewiglich.
Psalm 111, Vers 10
- Wir erkennen an, dass Gott eben Gott ist.
- Wir bekennen, dass Gottes Weisheit weit über unserem eigenen Verstand steht.
- Wir entscheiden uns, in eine von Ehrfurcht geprägte Beziehung zu ihm einzutreten.
- Wir handeln nach dem, was Gott uns sagt.
- Wir bleiben in einer beständigen Beziehung mit Gott.
- Wir danken ihm und freuen uns an seinem weisen Reden.
Vielleicht halten sie bei der nächsten Entscheidung einmal kurz inne. Erklären sie Gott mit einfachen Worten und Respekt, dass sie gerne wissen würden, was er über die Situation denkt und was er ihnen raten würde zu tun. Fragen Sie ihn, was jetzt als nächster Schritt dran ist. Vielleicht wird Gott durch einen Traum nachts antworten, vielleicht durch einen Kollegen oder sie hören einfach sein Reden in ihrem Herzen.
Doch das „Wie“ und „Wo“ wird nicht mehr so entscheidend sein, weil sie angefangen haben ihm zu vertrauen und wissen “Wer” zu ihnen sprechen wird. Das nimmt ihnen ihre Unsicherheit im Stimmengewirr. Nur eines ist wirklich sicher: Sie werden das sanfte Reden Gottes hören und es wird Freude in ihnen auslösen.
Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihre Erlebnisse mit Gottes Reden berichten.
Günther aus dem Offenen Haus Tegel
Bild: Ingo Neumann, © pixelio.de
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…..ein sehr schöner Beitrag, man muss lernen im Vertrauen auf Gott zu leben, zu lieben, zu werden und zu sein…