Traumdeutung ist ein Handwerk
Viele Traumdeuter tun sehr geheimnisvoll und lassen sich nicht gerne ins Handwerk schauen. Ich will dies heute anders machen und Euch von meinem Anmarschweg zum Handwerk des Träumens berichten und mir etwas beim Auslegen zuschauen lassen.
Träume auslegen ist Arbeit
45 Prozent Transpiration & Übung, 45 Prozent Gebet, 10 Prozent Intuition
Mittlerweile habe ich 2971 Träume aufgeschrieben und bearbeitet. Daneben hatte ich eine mindestens ebenso große Anzahl von Träumen, die ich nicht aufgeschrieben habe. Ich habe immer gesagt:
Mit 2000 Träumen hat man gerade einmal die Gesellenprüfung gemacht. Traumauslegung ist ein Handwerk, das gründlich gelernt werden muss. Traumsymbole sind mächtig und man muss lernen, mit ihnen nüchtern umzugehen.
Träume richtig auszulegen bedeutet Übung, Übung, Übung. Auch Bücher bzw. Seminare sind ein wichtiger Bestandteil, um dieses Handwerk zu erlernen. Doch das wichtigste ist, dass wir Träume einordnen. Dies geschieht durch Gebet. Gott steht über den Träumen. Nur in einer engen Beziehung mit ihm werden wir auch die richtigen Auslegungen bekommen. Im Internet gibt es viele Angebote, doch wie eng ist die Beziehung von vielen Auslegern mit Gott und Gottes Wort?
Traumauslegung für andere
Ich lege Träume für andere Menschen aus, wenn sie nachfragen. Lange Zeit habe ich mich damit zurückgehalten, weil ich die Gesellenprüfung noch nicht gemacht hatte. Nicht in jedem Fall kann ich auch heute den Fragenden helfen. Doch dann sage ich ihnen dies auch.
Ein Erfolgserlebnis eines Träumers
Anders im Falle unseres Musiklehrers, einem Freiberufler und eingefleischtem Single. Zufällig erzählte er mir einen Traum. Keiner hatte den Traum seither wirklich auslegen können. Dennoch wusste er, dass an diesem Traum mehr dran war.
Ich blieb beim Deuten eng am Traum und zeigte ihm die Auslegung. Teil der Auslegung war, dass er wieder zurück an seinen Heimatort ziehen sollte, um in seiner Persönlichkeit zu reifen. Er hat es getan und hat kurz danach geheiratet und eine feste “Traum-Anstellung” als Musiklehrer gefunden.
Es kam Schritt für Schritt
Ich habe schon immer gut geträumt. Irgendwie wusste ich unbewusst, dass Träume mir weiterhelfen. Doch ich habe sie nicht immer beachtet. Ich glaube, dieser entspannte, unideologische Umgang mit Träumen ist mir bis heute geblieben. Irgendwie war in mir das feste Vertrauen, dass aller Stress in den Träumen schon verarbeitet wird. Auch wenn ich nicht alles verstehe.
Dann habe ich eine längere Zeit gefastet. Ich hatte viel über die tollen Auswirkungen von Fasten gelesen. Doch auch nach 23 Tagen fühlte ich mich eigentlich wie immer. Das einzige was mich tröstete, war die Erfahrung anderer, dass die Auswirkung eines Fastens oft zeitversetzt zu einem späteren Zeitpunkt kommt.
So war es bei mir. Einen Monat später wurde mein Traumleben etwas intensiver. Im Gebet sagte ich zu Gott: “Wenn du mir Träume gibtst, dann öffne ich mich dafür.” Mein Traumleben verstärkte sich.
Dann habe ich angefangen, Träume aufzuschreiben. Die Auswirkung war, dass die Träume öfters und regelmäßiger wurden. Genaugesagt 2971 Träume im Laufe der Jahre.
Manchmal vergesse ich es einfach
Es gibt zwischendurch einfach auch mal Monate, da träume ich gar nicht. Zumindestens nicht, dass ich es wüsste, weil ich ja tief und fest schlafe …
Ich finde das nicht schlimm. Schließlich bin ich kein Traumtänzer, sondern jemand, der aktiv Verantwortung für sein Leben übernimmt.
Bei was mir Träume schon geholfen haben
- Beziehungsfragen besser erkennen zu können
- Unerwartete Situationen wurden im Traum vorab angedeutet
- Hoffnung in Herausforderungen bekommen
- Seelische Entwicklungen wurden angezeigt
- Vergangene Verletzungen verarbeiten
- Gottes Reden in einigen wenigen Träumen empfangen
Es gäbe noch vieles zu diesem Thema zu sagen. Schließen möchte ich allerdings mit einem Traum von mir, der mir noch im Halbschlaf vor zwei Jahren “zuflog”.
Eine wunderschöne Landschaft zog vor mir vorüber und eine Stimme sagte im Traum: Alles ist gut, Günther.
Bald werde ich mir bei der Auslegung eines konkreten Traums in einem neuen Artikel zuschauen lassen. Kommt einfach ins Cafe Inmeinerstrasse.
Gerne dürft ihr mir auch eine Email mit eueren Träumen schreiben oder Euch per Skype bei mir melden.
Günther, Cafe-Inmeinerstrasse.de
Bild: Rainer Sturm; © pxielio.de
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Hallo Günther!
Träume zu deuten ist in der Tat ein Handwerk das man erlernen muss! Das geschieht nicht von heute auf morgen, sondern bedarf viel Zeit, und Geduld. Und natürlich brauch man dazu Gottes Reden und seine Inspirationen Träume richtig auszulegen!
Ganz recht hast du, wenn du schreibst, dass wir mit Nüchternheit an die ganze Sache heran gehen sollen. Wir dürfen nicht zu emotional aber auch nicht zu rational da rangehen. Denke, ein gesundes Mittelmaß bedarf es da, Träume gut deuten zu können.
Wir sollten unsere Träume ernst nehmen, uns damit auseinandersetzen. Aber es darf nicht den Alltag dominieren, sodass wir uns nur noch damit beschäftigen, und uns damit selbst blockieren für andere ebenso wichtige Angelegenheiten. Auch da ist ein gutes Mittelmaß erforderlich. Wie auch vieles andere im Leben, sollte auch zu diesem Thema Träume ein Gleichgewicht herrschen.
Wir träumen nicht nur, um die vielen tausende Eindrücke die wir am Tag erleben zu verarbeiten, sondern Träume zeigen auch Lösungssätze hervor, die wir am Tag (noch) nicht kennen. Glaube, dass Träume uns einen Einblick in unbewusste Bereiche unserer Persönlichkeit gewähren, Dinge aufdecken wie zB unzählige Erlebnisse, versteckte Freuden und Ängste, ermutigende und traumatische Erfahrungen, Sehnsüchte und Wünsche. Normalerweise kontrolliert unser Verstand wie ein Türwächter den Eingang zu diesen Bereichen. Doch in der Nacht wenn wir schlafen bzw träumen, ist der Eingang frei von dieser Blockade der Vernunft, und so bringen unsere Träume oft eine ehrliche Botschaft über das, was in uns zur Zeit vorgeht.
Es gibt Hauptgruppen bzw. Kategorien von Träumen und ganz viele Neben-bzw-Untergrruppen wie zB Heilungsträume, Warnträume, Offenbarungsträume ect…man sieht also, es gibt viel zu entdecken und vor allem viel zu lernen! Wenn wir viel Geduld mit uns selbst haben, und mit Gott eine enge Beziehung haben, so werden wir Stück für Stück mehr lernen, mehr wissen, mehr über uns selbst erfahren, und evtl. anderen helfen können indem wir ein Werkzeug Gottes sind.
Hast du Lust mal einen Heilungstraum auf Cafe Inmeinerstrasse zu posten?
lg, Günther