Wer privilegiert ist, wird als erster wahrgenommen, als erster bedient und ihm fallen viele Dinge auf Grund seiner Stellung einfach so zu. Dieter Bohlen ist ein solch privilegierter Mensch. Wo er auch hinkommt fliegen ihm Frauenherzen, Platten- und Buchverträge sowie Auftritte in Talkshows zu. Er hat Kritiker wie Sand am Meer und auch die muss man sich erst einmal redlich erarbeiten. Mit seinen Geschichten, die er im Alltag erlebt, steht er seit Jahren in Sendungen wie Taff oder LeuteHeute im Mittelpunkt des Interesses.
Das macht ihn zu einem geeigneten Vertreter von “Deutschland sucht den Superstar”. Man kann es diesem Dieter Bohlen einfach abnehmen, dass er Beachtung findet, und Menschen können ihre Träume, selbst ein Großer und Privilegierter sein zu wollen, in ihn hineinprojezieren.
Auch Gott will uns in einen solchen Status des Privilegiertseins hineinversetzen. – Wie werden wir also im Himmel bei Gott ein Privilegierter? Im himmlischen Bereich gelten ganz andere Qualifikationen. Im großen Beziehungskapitel in Matthäus 18 sagt Jesus, dass im Himmel derjenige am meisten Anerkennung geniesst und Beachtung findet, der wer wie ein Kind wird. Diese Aussage verknüpft er dann im folgenden mit einer Beschreibung über das Klein- und Bedrängtsein hier auf der Erde. In diesem Zusammenhang erzählt er schließlich auch die bekannte Geschichte über das versprengte hunderste Schaf und redet darüber, dass wir einander die Schulden mit einer gnädigen Gesinnung vergeben sollen, so wie Gott uns zuvor vergeben hat. Und das alles gehört zusammen und gibt uns Auskunft, wie wir in den Genuß dieser himmlischen Privilegien kommen und sie uns dauerhaft erhalten können.
So wie bei Dieter Bohlen seine “innere Haltung” und die entsprechenden Aktivitäten dazu geführt haben, dass er in diese privilegierten Beziehungszusammenhänge gekommen ist, ist es unsere innere Haltung zu Gott, wie sich unsere Beziehungen hier auf der Erde gestalten. Die dazu erforderliche Haltung, der Größte im Himmel zu sein, ist: “Sich selbst zum Kind zu machen oder auch wie Jesus im Anschluß sagt, sich selbst wie ein Kind zu erniedrigen.” Dies bedeutet seine Abhängigkeit, seine Hilflosigkeit und Schwachheit vor Gott anzuerkennen. Die Vorteile davon sind: Wir werden zu jemanden vor Gott, der Privilegien hat, dessen Anliegen Vorrang hat und zu der Person, um die Er sich augenblicklich kümmert, wenn sie ein Bedürfnis hat.
Zum Beispiel, wenn diese Person sich wie das hunderste Schaf verirrt, genießt sie das Vorrecht, dass sich um sie als erstes gekümmert wird. Wenn einer in diesem Sinne Kleinen, oder derjenigen, die sich wie ein Kind erniedrigt haben, von anderen bedrängt werden, dann bedroht Gott diese persönlich und beschützt die Person, die im Himmel einen Namen hat. Jesus sagt recht markant: Für jemanden, der einen solchen Kleinen ärgert, für den wäre es besser, einen Mühlstein um seinen Hals zu binden. Wenn ein Privilegierter richtig dicke Fehler macht, dann steht Gott für ihn ein. Er vergibt ihm nicht nur, sondern tilgt sein Schulden komplett, selbst wenn das Ausmaß dieser Schulden unsere Vorstellungskraft sprengen.
Manchmal genießen Menschen, die ein großes Ansehen im Himmel genießen, hier im menschlichen Miteinander im Alltag noch nicht die entsprechende Anerkennung. Andere würden kaum denken, dass sie vor einem Superstar Gottes stehen. Doch je mehr wir uns an Gott wie ein Kind im Bewußtsein unserer tatsächlichen Stärke anschmiegen, desto mehr werden sich diese beiden Realitäten gegenseitig annähern. Gott wird seinen Superstar im Himmel zu Ehren bringen und ihn unter Edle setzen, wie es Hanna in 1. Samuel 2,8 betet: “Er hebt auf den Dürftigen aus dem Staub und erhöht den Armen aus der Asche, dass er ihn setze unter die Fürsten und den Thron der Ehre erben lasse.”
Und hier das größte Privileg. Jesus sagt: “Wer ein solches Kind aufnimmt, der nimmt mich auf.”
Das ist wie wenn bildlich gesprochen ein Bill Gates, ein Barak Obama, ein Brad Pitt (oder eine Angelina Jolie) sagen: Du kannst ruhig meine goldene Visakarte benutzen. Das geht ok. Sie sollen mir einfach eine kurze Mitteilung darüber zukommen lassen. Ich werde mich den Leuten, die sich dir erkenntlich gezeigt haben, auch erkenntlich zeigen.”
Um sich diese privilegierte Stellung vor Gott zu erhalten sind nur zwei Dinge auf unserer Seite wichtig:
- Sich radikal von dem Ärger, der durch Situationen oder Menschen auf uns einströmen will zu trennen – sich davon so radikal zu trennen, wie wenn man sich seine eigene Hand abtrennt.
- Gnädig und vergebend auf die Fehler anderer zu reagieren
Lassen Sie uns zum Schluß ein ganz praktisches Beispiel machen. Zum Beispiel auf der Arbeitstelle. Ihr Schreibtisch ist immer am vollsten. Alle laden ihre Aufgaben bei ihnen ab. Sie werden meist noch nicht einmal deswegen gefragt. Für all die Mühe werden sie dafür von aufgeblasenen Kollegen links liegen gelassen und dürfen den Ärger des Chefs ausbaden, wenn etwas nicht läuft. Und am Ende sind sie vielleicht die Person, die den Urlaub nicht machen kann, wann sie es will und derjenige, der keine Gehaltserhöhung oder Beförderung bekommt. Also eine Geschichte, die recht häufig vorkommt.
Was soll eine solche Person tun? – Sich sich ein Buch besorgen: “Wie setze ich mich bei meinem Chef durch.” Sicher nicht schlecht. Anfangen positiv über sich zu denken? Auch das sicher ein wichtiger Teilschritt. Aber was kann diese Person im Lichte des 18. Kapitels des Matthäusevangeliums, das wir gerade behandelt haben, tun?
Ich möchte die Antwort gar nicht selbst geben, sondern die Frage zusammen dem achtzehnten Kapitel aus Matthäus an sie weitergeben. Desgleichen würde ich mich freuen, wenn sie mir schreiben, wie Gott sie in einer solchen oder ähnlichen Situationen in ihren Privilegien bestätigt hat. Schreiben Sie an info at inmeinerstrasse punkt de
Machen Sie den Praxistest von Matthäus Kapitel 18 und nehmen Sie dieses Kapitel in ihren Alltag hinein.
Günther, www.inunsererstrasse.de
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Bild: dido-ob, pixelio.de
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