Aus Erfahrungen lernen
Vorgestern habe ich in dem Artikel über Träume betont, wie wichtig es ist, sich Zeit beim Auslegen eines Traumes zu lassen. Dies gilt auch für mich. Durch Erfahrungen und Fehler bei der Auslegung von bestimmten Träumen, habe ich gelernt geduldiger zu werden. An diesem Lernprozess möchte ich dich heute teilhaben lassen.
Bildsymbole lesen wie eine Fremdsprache
Nach mehr als 2970 Träumen, die ich aufgeschrieben habe, fällt es mir mittlerweile leicht, die Bildsprache der Träume wie in einer erlernten Fremdsprache zu lesen und zu verstehen. Bei den Erfahrungen, die ich heute beschreiben möchte, vielleicht zu leicht und schnell.
Psychologisch verstandene Träume, die prophetisch waren
Nach dem Aufwachen schreibe ich immer schnell die Träume der Nacht in mein Traumtagebuch auf. Beim Aufschreiben kommen mir meist schon die ersten Eindrücke, um was es bei dem Traum geht. Bestimmt zwanzig Mal oder öfters ist es dabei vorgekommen, dass ich den Traum psychologisch ausgelegt habe. Die Deutung klang einleuchtend und hilfreich. Um so erstaunter war ich dann, als ich mich dann Tage oder Wochen später plötzlich genau in der vom Traum beschriebenen Situation ganz real befand.
Überraschend reagierte Herr X in einer nicht vorher absehbaren Situation genau so, wie der Traum es exakt beschrieben hatte.
Was können wir daraus lernen?
Hatte ich den Traum dann umsonst gehabt, wenn ich ihn nicht gleich richtig verstanden hatte? – Nein, ganz im Gegenteil. Ich war froh, dass ich nicht die ganze Zeit mit dem Vorwissen, was Herr X machen wird, herumlaufen musste. In der Situation fiel mir der Traum schlagartig ein. Dadurch habe ich anders reagiert als ich es vielleicht ohne Traum getan hätte.
Träume durch das Leben auslegen lassen
- Selbst mit viel Erfahrung sollten wir den Respekt vor der Komplexität von Träumen nie verlieren.
- Wir sollten uns nicht zu schnell auf eine Auslegungsvariante festlegen.
- Das Leben selbst ist der beste Traumdeuter.
- Nicht unsere Träume leben uns, sondern wir leben unser Leben in der Realität.
- Träume von Gott sind zu unserer Hilfe da und nicht um uns zu Marionetten einer vorherbestimmten Zukunft zu machen.
- Der Fall könnte genau umgekehrt liegen: Wir deuten etwas auf die Zukunft hin, aber der Trauminhalt ist nur psychologisch zu verstehen. Klassisches Beispiel dafür sind Träume über den Tod. Selten stirbt danach jemand, aber vielleicht etwas in deiner Seele.
Morgen werde ich etwas über Warnungen schreiben, die uns in Träumen gegeben werden und wie wir damit nüchtern umgehen können. Nüchternheit ist einer der wichtigsten Begriffe, die Du dir im Zusammenhang mit Träumen merken solltest.
Gerne kannst du mir eine Email schreiben oder über Skype Kontakt mit mir aufnehmen. Ich höre deinen Träumen und Sorgen gerne zu.
Günther, Cafe-Inmeinerstrasse.de
Bild: W. Broemme; © pixelio.de
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