Ist es dir schon einmal aufgefallen? In manchen Familien vererben sich dieselben Muster und Leidensgeschichten immer wieder. Die Bibel sagt, dass Sünde Auswirkung auf drei oder vier Generationen einer Familie haben kann. Das gleiche gilt für dich persönlich selbst auch. Du bist durch deine Vorfahren auf die eine oder andere Weise geprägt und trägst eine Mitverantwortung, wie es in deiner Familie weitergeht.
Stell dir vor – egal ob du es weisst oder nicht – dein Ur-Ur-Großvater hat deinen Ur-Großvater geprägt, der dann deinen Großvater erzogen hat. Dieser war dann das Rollenvorbild für deinen Vater. Nun wunderst du dich plötzlich, dass sich die Jugendgeschichten, die du von deinem Großvater gehört hast, sich nun im Leben deiner Enkel wiederholen. Gutes wie Schlechtes. Es ist wie verflixt. Es scheint wie im Blut zu liegen. Jähzorn, Zerrüttungen und vieles mehr. Und das gleiche gilt natürlich auch für die mütterliche Linie der Vorfahren.
Es wird Zeit, diesen Kreislauf zu unterbrechen. Du kannst es. Und nur du kannst es!
Wie geht das? – Gehe einfach zu Gott und bekenne deine Sünde und fange ein neues Leben mit Jesus an. Gehe auch als Stellvertreter deiner Herkunftsfamilie zu Gott und bitte Ihn den “Fluch”, der durch konkrete Sünden deiner Vorfahren in das Leben deiner Familie gekommen ist, aufzuheben. Bitte Gott, dass er eine Segenslinie in das Leben deiner Familie bringt.
Jetzt magst du vielleicht denken: “Wenn ich nichts von den Verfehlungen meines Ur-Urgroßvaters weiss, dann berührt es mich auch nicht. Dann hat es keine Auswirkung.” Die Antwort aus biblischer Sicht ist klar: Es spielt keine Rolle, ob du es weisst oder sehen kannst. Es existieren geistliche Realitäten, die wirken, auch wenn man gar nicht an sie glaubt. Gott ist Gott, auch wenn du nicht an ihn glauben magst.
Hier die Worte der Bibel, wie Sünden bis in spätere Generationen hineinwirken können:
Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. (2. Mose 20 Vers 5+6)
Dies ist sicherlich kein Wort für Schicksalsergebene, die sagen: “Ach, ich kann ja nichts dafür. Mein Urgroßvater ist ja schuld.” Für jeden von uns gab es einen Zeitpunkt, an dem wir uns mehr oder weniger bewußt für bestimmte Verhaltensweisen geöffnet haben und diese in eigener Verantwortung ausgelebt haben. Es lag wegen der Familiengeschichte vielleicht nahe, doch für unsere Taten sind wir alleine verantwortlich.
Welche Erfahrungen hast du mit Geschichten, die sich seit Generationen in deiner Familie immer wieder wiederholen?
Bild: Claudia Hautumm, © pixelio.de
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Du hast folgenden Vers zitiert:
Ich frage mich bei diesen Versen und der sogenannten Vorfahrenschuld dann doch immer wieder, wie Hesekiel 18 in dieses Bild hineinpasst:
Wie siehst Du das?
Diese Frage habe ich mir auch schon oft gestellt! Ich danke dir, dass du diese Frage aufwirfst. In meinem Beitrag habe ich deshalb extra den Absatz nach dem Zitat aus 2.Mose eingefügt, dass es eben kein unabweisbares Schicksal ist, sondern dass selbst wenn eine gewisse (wie weit die reicht, vermag im vorhinein sicherlich keiner zu sagen) Prädisposition vorliegt, es die eigene Missetat ist, die in eigener Verantwortung begangen wird. Ein einfaches Beispiel wäre der Sohn aus einer Alkoholikerfamilie, der statistisch gesehen zwar in größerer Gefahr ist als jemand anderes, aber auch genauso gut hervorragend mit Alkohol umgehen kann. Persönlich denke ich, dass dieses Wissen um eine gewisse Veranlagung einzig dazu dienen sollte, selbst eine Entscheidung zu treffen, nicht in diesen Kreislauf miteinzutreten. In diesem ganzen Zusammenhang sehe ich Sünde der Vorfahren wie ein Loch im Dach des eigenen Hauses, durch das es regnen kann. Wer weiss am Anfang schon, was das für Folgen haben wird. Keiner wird gleich ersaufen. Es könnte schnell ausgebessert werden, vielleicht zieht es Schimmel an, vielleicht fliegt nur mal ein Vogel rein, vielleicht wird es größer und das Dach stürzt ein. Stellvertretende Buße (oder sollte man vielleicht lieber Fürbitte sagen??) für Vorfahrenschuld sollte ein präzises Instrument sein und nichts was man m.E. ständig einsetzt – bei den kleinsten Anlässen wie Kopfweh, nach irgendwas aus der Vergangenheit kramen. Ich denke, dass wir dabei das Verständnis eines Priesters haben sollten, der symbolisch für die Sünde seines Volkes eintritt. Diese ja fast symbolische Handlung ist in meiner Vorstellung etwas, das in die Zukunft des Volkes (und des einzelnen) und nicht wirklich in die Vergangenheit gerichtet ist. Aber es gibt einfach auch klar umrissene Fälle wo sich ein Muster, ein Prinzip durch mehrere Generationen zieht. Dann ist es angebracht, sich damit auseinanderzusetzen.Als letzten Gedanken vielleicht noch, ohne Vorfahrenschuld mit DNA vermischen zu wollen, der Gedanke, dass auch körperliche Merkmale oft, wie man sagt eine Generation überspringen und bei den Enkeln wieder zum Vorschein kommen. Was denkst du Gudio. Wo müsste, das Verständnis bei den aufgeworfenen Punkten noch präzisiert werden? Beim Schreiben hatte ich immer auch den Holocaust im Hinterkopf hatte mich dann aber entschieden, dass unendlich große Thema nicht in diesen Rahmen zu bringen. Aber wie du weisst gibt es ja viele symbolische Aktivitäten, sich mit dieser Schuld auseinanderzusetzen. Was denkst du? Ist das übertrieben?
In der neuen Emma gibt es ein interessantes Interview mit der Gutachterin von Fritzl. Dort sagt sie, dass das Einbringen unehelicher Kindern in der Frizl-Familie ein alte “Tradition” ist. Ein Familienmuster. Fand ich sehr interessant. Fritzl hat quasi auf seine perverse Art etwas ähnliches nachgespielt. http://emma.de/
Ich merke gerade das ich diesen Blog deutlich öfter lesen sollte- da kommt man echt auf Ideen.
Gerade in Ps 109,14 gefunden: Was denkt ihr?
13 Seine Nachkommen …
14 Der Schuld seiner Väter soll gedacht werden vor dem HERRN, und seiner Mutter Sünde soll nicht getilgt werden.
Ist das nicht schon viel zu weit in der Vergangenheit. An die ganzen Daten kommt man doch heute gar nicht mehr ran. Wie soll ich wissen, was meine Urgroßeltern gemacht haben?? Ich finde das Quatsch!! Jeder soll sein eigenes Leben leben.
Zum Nachdenken. Aber bitte nicht mit diesem Vers übertreiben: Nehemia 9
Ich empfinde, dass man erstens niemand damit öffentlich bloßstellen sollte. Zweitens ist und bleibt die stellvertretende Sühne durch Jesus das absolute christliche Zentrum. Wenn man übertreibt kann es zu einer merkwürdigen Sonderlehre werden.
Zitat: Beispiele für stellvertretende Busse finden sich in 2. Mos. 32,32, Neh. 1,5–7, Dan. 9,3–8 und als Höhe- und Zielpunkt in dieser Reihe Jesaja 53,4–5.” Dies war das Opfer von Jesus für uns.