Es gibt den Kommunismus, den Islamismus. Ja, und es gibt den Pubertismus. Die Anhänger dieser Ismen sind allesamt einem extremen Weltbild verfallen.
Auch Pubertisten hängen extremen Überzeugungen nach. Sie glauben mit beleidigter Inbrunst daran, dass Eltern eh nie was kapieren. Wer Zweifel an der Ernsthaftigkeit dieser Aussage hat, kann sich gerne im Buch ”Der Pubertist: Überlebenshandbuch für Eltern” vom Gegenteil überzeugen.
Heute möchte ich einmal den Versuch nachzeichnen, mit einem solchen Geschöpf Gottes zu kommunizieren. Schon vorab: Es blieb bei dem Versuch und bei edler Mühe. Doch zum Glück hat Gott, der Vater, in seinem Lieblingsbuch der Bibel ( siehe Die Bibel 2009 als Software-Ausgabe) auch Aussagen zum Umgang zwischen irdischen Vätern und Söhnen, die Mut machen.
1. Ein sogenanntes Gespräch
Vater: Hallo. Na, wie war´s heute in der Schule?
Pubertist: Nichts …
Vater: Was heisst nichts. Wie war´s denn mit deinen Klassenkameraden?
Pubertist: Ist mir doch egal. Ich hab jetzt keine Zeit.
Vater: Heute gibt es Kartoffelauflauf. Kannst du mir kurz helfen, die Teller zu decken?
Pubertist: Nee. Ziemlich ranzig. Stopp mal, ich ess was anderes. Hier gibt es ja gar nichts, manno. Kannst du nicht endlich mal einkaufen gehen.
Vater: Warum nicht?! Was ist denn schon wieder an Kartoffelauflauf nicht richtig?
Pubertist: Ist doch mir egal. Das verstehst du eh nicht. Nie verstehst du mich. Ich habe ne fünf plus in Mathe … Immer muss ich den Mist machen.
Vater: Ooh oh. Du hast doch für Mathe gelernt.
Pubertist: Die anderen haben auch nur ne fünf. Der Lehrer hat sowieso …
Vater: … aber das habe ich dir doch in der Grundschule gesagt, dass die anderen …
Die Tür knallt. Soweit dieser Austausch zwischen zwei menschlichen Wesen.
2. Was sagt der himmlische Vater zum ganz irdisch verzweifelten Vater?
Auch wenn es schwer in der Pubertät fällt: Eine Disziplin, die den Kindern die Konsequenzen ihres Handels aufzeigt, muss weiter aufrecht erhalten werden.
Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern im Herrn! Denn das ist recht. “Ehre deinen Vater und deine Mutter” – das ist das erste Gebot mit Verheißung -, “damit es dir wohlgehe und du lange lebst auf der Erde.”Epheser 6,1-3
Gleich einen Vers weiter wird uns eine sinnvolle Grenze dieses Gedankens aufgezeigt.
Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn!
In ganz kritischen Momenten hilft nur die prophetische Gegenwart Gottes in unserem Leben. Ein Grund mehr in dieser Periode, viel Zeit im Gebet als Wächter seiner Familie zu verbringen und in der Bibel nach Lösungen zu forschen. Es gibt viele Erfahrungen von Christen, wo Gott Eltern rechzeitig in Träumen oder auf anderen Wegen gewarnt hat.
Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, bevor der Tag des HERRN kommt, der große und furchtbare. Und er wird das Herz der Väter zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern umkehren lassen Maleachi 3,24
Tja, und wir müssen unseren Gebeten dann auch selbst glauben und ein Stück weit loslassen lernen. Das heisst aber nicht, verantwortungslos wegschauen, sondern an Gott abgeben. Dies wird uns sicherlich einige sturmbewegte Zeiten und innere Kämpfe kosten. Nach diesem Prozess wird unser Charakter ein neues und besseres Fundament bekommen. Und vielleicht werden werden ihm auch ein paar neue Edelsteine hinzugefügt.
Du Elende, Sturmbewegte, Ungetröstete! Siehe, ich lege deine Steine in Hartmörtel und lege deine Grundmauern mit Saphiren. Ich mache deine Zinnen aus Rubinen und deine Tore aus Karfunkeln und deine ganze Einfassung aus Edelsteinen. Und alle deine Kinder werden von dem HERRN gelehrt, und der Friede deiner Kinder wird groß sein. Jesaja 54, 11-12
Günther, www.cafe.inmeinerstrasse.de
Bild: © Adel, pixelio.de
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