Weise den Unterdrücker selbstbewußt zurecht

Weise den Unterdrücker selbstbewußt zurecht


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Heute will ich das Thema Selbstbewußtsein und sich selbst als wertvoll erleben aus einer etwas anderen Perspektive betrachten.

In meinem letzen Artikel habe ich gezeigt, dass Passivität an unserem Selbstvertrauen nagt und nur die richtigen Aktivitäten, die Gottes Plan für unser Leben entsprechen, unser Selbstvertrauen aufbauen. Wir haben gesehen, dass falsche Aktivitäten dazu führen , dass wir auf Dauer innerlich mürbe werden.

Was ist also der göttlich Leitfaden für unser Leben? Wie kann der gelebte Wille Gottes dazu beitragen, dass wir uns als wirksam, zugehörig und würdig empfinden (siehe die drei Säulen unseres Selbstwertgefühls).

Der göttliche Leitfaden für unser Leben kann mit den Worten Gottes an sein Volk in Jesaja 1,17 umschrieben werden:

Lernt Gutes tun, fragt nach dem Recht, weist den Unterdrücker zurecht!

In drei Schritten will ich zeigen, wie wir den Willen Gottes umsetzen und unser Selbstwertgefühl aufbauen können.

1. Lerne Gutes zu tun

Nun zunächst ist es Gottes Plan, dass wir zu der Person werden zu der Gott uns geschaffen hat. Und er hat uns als etwas Wertvolles geschaffen. Er hat uns die Welt, in der wir leben als rechtmäßiges Erbe zur Herrschaft gegeben. Diese beiden Dinge können wir allerdings nur genießen und als wertvoll erleben, wenn wir kein fremdbestimmtes Leben führen müssen.

Oder anders ausgedrückt, wer immer unter dem Diktat von anderen ist, dessen Selbstwertgefühl wird auf Dauer Schaden nehmen. Wer nicht seine Rechte kennt, der wird sich als wenig wirksame Randfigur von Ereignissen und Lebensumständen erleben.

Unsere tiefste Natur ist es Geschenke von Gott zu empfangen und Gutes zu tun. In Epheser 2, 10 steht, dass wir zu guten Werken geschaffen wurden, die Gott zuvor für uns bereitet hat. Nie wirst du mehr du selbst sein als wenn du in dieser Bestimmung lebst.

Dies setzt voraus, dass du Gott gehörst und eine Kommunikationsbeziehung mit ihm hast. Mit anderen Worten, dass du zu ihm betest. Im Gebet holen wir die zuvor bereiteten guten Werke bei Gott ab, damit wir in ihnen wandeln können. Zu beten ist der Beginn davon, wie wir lernen Gutes zu tun. – Doch wie und für was sollen wir beten?

2. Deine Rechte kennen lernen

In Lukas 18 erzählt Jesus ein Gleichnis. Das erklärte Ziel dieser Lehre ist es, dass seine Jünger im Gebet ausdauernd werden und nicht ermatten (Vers 1). Er erzählt die Geschichte einer Witwe, die ihre Rechte kennt und auf diesen Rechten mutig gegen den Widerstand eines gottlosen Richters beharrt bis sie ihre Fordungen bei ihm durchgesetzt hat.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht eine Frau, die sich auch aufgrund ihrer gesellschaftlichen Randposition leicht in Unwertgefühle hätte zurückziehen können. Dies zumal der ungerechte Richter sich über längere Zeit sehr ablehnend gegen sie verhielt. Stell dir vor, welche Ausgrenzungs- und Ohnmachtsgefühle diese Frau hätte entwickeln können, wenn sie nicht genau ihre Rechte gekannt hätte.

Es war aber eine Witwe in jener Stadt; und sie kam zu ihm und sprach: Schaffe mir Recht gegenüber meinem Widersacher.

Auch du hast Rechte. Du hast das Recht gut zu leben. Du hast das Recht frei zu sein. Du hast das Recht, dich nicht schuldig fühlen zu müssen, wenn etwas nicht augenblicklich funktioniert. Du hast ein Recht auf ein Leben ohne Schuldgefühle. Du musst nicht ständig ärgerlich auf dich selbst sein.

Du hast das Recht, deine Rechte einzufordern. Und vor allem, du hast etwas Besseres verdient. Du hast diese Recht auch, wenn Missstimmungen herrschen, du kritisiert wirst, du deprimiert bist oder dir Sorgen machst.

3. Den Unterdrücker mit deinen Rechten zurechtweisen

Der Richter fürchtete keinen Gott und musste sich denoch der Frau beugen. Dies ist ein Bild für den Feind Gottes, den Teufel. Auch er möchte nicht das tun, was Gott will. Doch auch er muss sich an die Ordnungen Gottes und die darin verbrieften Rechtsbestimmungen halten, wenn du sie ihm in Erinnerung bringst. Der Feind lebt nicht losgelöst von Gottes Ordnungen, sondern er ist ein besiegter Feind.

Wenn das nächste Mal wieder etwas gegen dein Selbstwertgefühl angehen will, dann richte deine Aggressionen nicht gegen dich selbst, sondern fange an den Feind Gottes zurechtzuweisen und ihm deine Rechte zu erzählen.

Tue Gutes im Gebet und in deinem Umfeld, mache dich immer mehr mit deinen Rechten als Kind Gottes vertraut und belehre den Feind Gottes darüber.

Dies ist der Wille Gottes für dein Leben. Dieser Lebenstil wird dazu führen, dass du dich als wirksam und zugehörig erlebst und dich nicht als ohnmächtige Randfigur siehst. In dir wohnt die Würde von jemanden, der sich rechtmäßig die Rechte in seinem Leben aneignen darf.

Wer zu diesem Themenbereich gerne Gebet hätte, kann sich gerne an mich wenden.

Schreibe mir hier eine Email mit deinem Anliegen >>

Günther aus dem Offenen Haus Tegel

Bild: geralt , © pixelio.de


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4 Responses so far.

  1. Jana sagt:

    …..das tut so gut zu lesen und ist eine sehr mutmachende Brücke für Hilfesuchende….danke….ich fühle Erlösung, Erkenntnis und Einsicht in diesen Worten….danke……

  2. Marion sagt:

    Hallo Ihr Lieben,

    danke für diesen Beitrag. Das war heute genau mein Thema.

    Jesaja 1,17
    Lernt Gutes tun, fragt nach dem Recht, weist den Unterdrücker zurecht!

    Wir wollen Gutes tun, eine neue Etappe in meinem Leben beginnt, Gott hat neue Türen geöffnet. Ich kann zwar noch nicht alles sehen oder greifen, aber ich weiß, dass es die Hand Gottes ist, die mich stärkt und neu ausrichtet.

    Und schon schlägt der Teufel zu, er gebraucht Menschen, vertraute Menschen. Ein Eingriff in meine Privatsphäre -in mein Eheleben.

    Das fand ich nicht so lustig, also wies ich den “Unterdrücker” zurecht.
    Also fing ich an im Gespräch den Feind Gottes zurechtzuweisen.

    Es war ein gutes klärendes Gespräch.

    Ich lasse es nicht zu, dass die kleinen Füchse an meinem Selbstbewußtsein nagen. Dazu hat kein Mensch ein Recht.

    Jesaja 45, 2-3

    2Ich will vor dir her gehen und die Höcker eben machen; ich will die ehernen Türen zerschlagen und die eisernen Riegel zerbrechen 3und will dir geben die heimlichen Schätze und die verborgenen Kleinode, auf daß du erkennest, daß ich, der HERR, der Gott Israels, dich bei deinem Namen genannt habe,…

    Danke und Gottes segen

    Marion

  3. Günther sagt:

    @Marion

    Das freut mich – vor allem weil mich der Artikel selbst am meisten ermutigt hat :-)

  4. Marion sagt:

    Hallo Günther,

    einen guten Morgen!”

    hey ist das Leben nicht schön? – Auch, wenn es regnet.

    Alles wächst und gedeiht, es ist einfach eine gute Zeit.

    Noch mal zum Thema Selbstvertrauen:

    Es ist natürlich schön, wenn wir, die vielleicht schon Jahre mit Gott unterwegs sind, die Fallstricke des Teufels schnell erkennen, auch wenn diese sich versteckt zeigen.

    Ja, Gott will unser Selbstvertrauen stärken.Ich persönlich finde es aber besonders wichtig, dass unsere Kindern in diesen Dingen – von klein auf – geschult werden. Das die Eltern sie in die Arme nehmen und einfach sagen: “Du bist ein gutes Kind, ich liebe Dich”. Ich danke Gott für dieses Geschenk!

    Ich möchte Euch ermutigen, liebe Eltern, stärkt das Selbstvertrsuen eurer Kinder, indem ihr sie aufrichtet, unterstützt, liebt, Wärme schenkt und ihnen vor allen Dingen auch über das Negative, was wir an jeder Straßenecke finden, aufklärt.

    Sie (unsere Kinder)sind ein Teil eures Lebens, Gott hat sie euch gegeben – mit einem Ziel, ihnen alles zu geben,was ihr könnt, denn wir, die Eltern tragen die Verantwortung -wir müssen später Rechenschaft darüber ablegen, ob wir seiner Verantwortung gerecht geworden sind.

    Ja,das Leben ist schön, also starte ich in den Tag.

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