Zum Abschluß der Themenserie “Selbstwertgefühl” möchte ich euch heute ganz praktisch ein paar positive Bekenntnisse und zwei kleine Techniken mit an die Hand geben. Ich stelle mir das wie bei einem Bankkonto vor.
Du kannst von deinem Selbstwertkonto abheben, vielleicht sogar bis hin ins Minus. Es ist weiterhin möglich, auf einem niedrigen Guthaben-Level zu verharren. Aber du kannst auch Einzahlungen machen, die das Saldo deines Selbstwertkontos erhöhen. Die kleinen Techniken im folgenden haben das Potenzial deine Guthabenseite zu erhöhen.
Technik 1 – Stell dir konstruktive Fragen: Stimmen diese Gedanken wirklich mit der Realität überein?
Anzeichen, dass du die wirklichen Geschehnisse zu deinen Ungunsten verdreht hast sind groß, wenn du folgende Dinge entdeckst:
- Du misst mit zweierlei Maß – großzügig bei anderen, ungnädig mit dir selbst.
- Du verallgemeinerst – Immer geht alles bei mir schief.
- Du entdeckst in deiner Haltung ein Alles oder Nichts bzw. ein Entweder – Oder.
- Du willst nur das Negative sehen.
- Du willst es sofort. Du hast kein Verständnis dafür, dass manche Dinge ein Prozess sind.
- Du denkst, dass weil es nicht perfekt ist, es nichts wert ist.
Technik 2 – Schreibe abends mit dem Zeigefinger in deine Handfläche. Schreibe alles auf, für was du Gott dankbar bist und was dir tagsüber alles gut gelungen ist. Ich nenne das für mich meine Dankbarkeitszeit. Denke daran, wieviel Gutes in deiner Hand liegt.
Bekenntnisse für ein gesundes Selbstwertgefühl. Am besten drei Mal am Tag einnehmen. Wirklich! Ich gehe davon aus, dass du die Bekenntnisse schon gehört hast. Ich ermutige dich heute, diese Worte tatsächlich öfters auszusprechen, auch wenn du dir am Anfang komisch vorkommst.
>> Ich schaffe es – mit Gottes Hilfe ist mir alles möglich.
>> Ich bin mutig und fürchte mich nicht. (Josua 1)
>> Ich lobe mich dafür – Gut gemacht, Gott hat mich gut gemacht.
>> Ich habe Gottes Gerechtigkeit in mir.
>> Ich bin geliebt – von Gott und von Menschen.
Entscheide dich Gott in allen Dingen zu danken. Dies wird dein Bild von dir selbst am meisten verändern – und dann die Situationen in denen du stehst.
Du kannst zum Beispiel heute anfangen, für deinen miesepetrigen Ehemann bzw. für deine zickige Ehefrau zu danken. Danke Gott für deine unausstehliche Kollegin und deine wirklich nicht so hervorragende finanzielle und körperliche Situation. Danke Gott schon jetzt dafür, dass er deine Umstände zum Besseren wenden wird.
Wer zu diesem Themenbereich gerne Gebet hätte, kann sich gerne an mich wenden.
Schreibe mir hier eine Email mit deinem Anliegen >>
Günther aus dem Offenen Haus Tegel
P.S. Übrigens in den nächsten Tagen, werde ich mich hier auf Cafe Inmeinerstrasse mit dem Thema “Wie beende ich Streit?” beschäftigen.
Bild: Rainer Sturm; © pixelio.de
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