Cafe-Coach

Günther aus Berlin. Hier ein Lied, das ich gerne zum Entspannen höre.

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One response to “Zu dumm, um zu glauben? – Wie gibt Gott konkret Dinge an uns weiter?”

  1. stella

    Hallo Günther,

    das kommt mir alles bekannt vor… :-)
    Diese Fragen habe ich in den letzten Jahren sehr in meinem Herzen bewegt.
    Und mir kommen dazu so einige Gedanken in den Sinn.

    Genau…. wie holt man sich das bei Gott ab, was Gott in Seinem Wort uns zusagt?

    Ganz kurz gegriffen – es geht in dieser ganzen Thematik vor allem um die Zeitpunkte Gottes.

    Muss ich etwas tun?
    Nein. Definitiv nein.
    Warum?!
    Weil ich nichts tun kann.
    Ich kann menschlich nicht glauben, und es mag sein, dass es meinen Glauben stärkt und eine Gewissheit hervorruft, wenn ich das Wort gepredigt kriege und laut ausspreche, dass Gott Seine Versprechungen wahr macht.
    Aber tun kann ich einfach nichts, solange der Zeitpunkt Gottes nicht da ist.
    Ich für mich habe einfach verstanden, dass wenn die Zeit reif ist, wird Gott Sein Wort sprechen – und weil Sein Wort (Rhema) Macht hat und ausführt wozu es gesandt wurde, werde ich augenblicklich Sein Wort ausführen.

    Was sagt Gott, was wir tun sollen?
    Darauf gibt es keine pauschale Antwort.

    Ich denke an die Männer, die Jesus zu den Priestern geschickt hat, und auf dem Weg wurden sie gesund.
    Sie gingen – sie hatten das Wort Jesu empfangen und es erfüllte Sich.

    Ich denke an David, der von Gott gehört hatte, dass er sich unter die Bakkabäume stellen sollte und auf das Rauschen der Blätter warten sollte, um darauf hin die Feinde anzugreifen.

    Oder Hannah – sie schüttete nur ihr Herz vor Gott aus im Tempel und erbat ein Kind und Gott bestätigte es ihr durch den Priester Eli.
    Sie ging hin und aß mit den anderen wieder, und ihre Trauer war verflogen, weil die Zusage Gottes sie getroffen hatte. Ihre Tränen waren ihr Ausdruck für ihren Glauben zu Ihm.

    Es gibt so viele Beispiele in der Bibel..
    Das drückt für mich vor allem eins aus.
    Gott sieht den Menschen individuell und die Situation individuell.
    Er weiß was Er von uns erwarten kann – und Jesus sagt, dass wenn unser Glaube nur so groß ist wie ein Senfkorn, werden wir damit Berge versetzen können.
    Das heißt für mich konkret, wenn ich das erste Beispiel nochmal heranziehe, dass es wirklich kein großer Akt war loszugehen für die Männer.
    Es brauchte nicht viel Glauben.

    Eine meiner allerliebsten Geschichten im NT ist die, mit der blutflüssigen Frau.
    Ihr Einsatz im Glauben war auch klein, aber es erforderte etwas mehr Mut, als bei den anderen Beispielen.
    Sie durfte ja nicht unter die Menschen gehen, weil sie als unrein galt.
    Das brauchte Mut..
    Sie kämpfte sich unter Ängsten entdeckt zu werden, bis zu Jesus durch und griff nach einem Zipfel und zapfte damit Jesus an.
    Ihr Glaube war riesengroß, aber ihr Verzweiflung hat sie so sehr gestärkt, dass es für sie zu einer Sicherheit wurde – ich muss es tun! Ich muss Ihm begegnen.
    Ich will es mir holen..!
    Sie muss große Liebe zu Jesus gehabt haben und ein riesiges Vertrauen.

    So erging es mir neulich, dass ich Jesus vorjammerte, dass diese Frau zumindest den Zipfel des Gewandes berühren konnte, um von Ihm zu empfangen..
    Und Er hat mir geantwortet und sagte:
    Sie hat nicht aufgegeben zu mir durch zu kommen,
    und Du tust es auch nicht.
    Du ringst und glaubst mir und darum empfängst Du von mir.

    Ich glaube, dass dies Sein Wort für mein Empfangen war.
    Vielleicht wird Er mir noch eine kleine Aufgabe geben. Vielleicht wird da noch ein Wort kommen, das ich ausführe werde.. Dass ich mich unter die Bakkabäume stelle, oder, dass ich zu Seinem bestimmten Zeitpunkt den letzten kleinen Schritt tun werde…
    Aber ich weiß, dass ich heute schon empfangen habe, weil Er sein Wort gesprochen hat!
    Der Rest ist nur noch abwarten und stille sein, bis das Entscheidende passiert.

    Er wartet, dass wir auch erkennen, welche Eigenschaft Er in uns wecken will oder dass wir erkennen, was schon in uns vorhanden ist, was für uns aber so selbstverständlich ist, dass wir nicht meinen, dass es für Gott irgend eine Bedeutung hätte.
    Er zeigt Sich in diesen Dingen, wie ER uns durch und durch kennt und unsere Nebensächlichkeiten gebraucht ER um Sich mächtig zu erweisen.

    Wir alle haben das individuelle Glaubenspotential..
    Wir wissen nur nicht, dass es Bedeutung hat, weil wir irgendwo meinen, dass Gott von uns große Glaubenstaten erwartet.
    Aber ER ist ein persönlicher, individueller, gütiger, liebevoller, nicht überfordernder Gott…!
    Und Er hat Seine Zeitpunkte.
    Die Wartezeit ist so lange schwer, bis wir diese Erfahrung gemacht haben und Er Sein Rhemawort gesprochen hat.

    oki
    LG
    Stella

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