Alle Hoffnung verloren. “Ich schaffe es eh nie. Meine Ehe, meine Bekannschaften, meine Arbeit. – All meine Bemühungen dafür sind eh sinnlos.”
Hämmern solche Gedanken in deinem Kopf? Nachts, wenn du nicht schlafen kannst und tagsüber wenn du dann viel zu erschöpft bist, um dich aus all diesem Schlamassel und deinen Schwierigkeiten zu befreien?
Hoffnungslosigkeit ist schlimm. Aber auch Hoffnung, die nie eintrifft, kann das Herz krank machen. “Lange hingezogene Hoffnung macht das Herz krank”, steht schon in Sprüche 13,12.
Nicht immer ist neue Hoffnung schöpfen die Lösung des oben beschriebenen Zustands. Was also tun, um verlorene Zuversicht wiederherzustellen?
Hoffnung ist wie ein Kuchenteig. Er ist der Grundbestandteil eines jeden Kuchens, aber nicht der Kuchen selbst. Um den Kuchen geniessen zu können, muss er in eine Form gebracht werden, einen Kuchenbelag bekommen und gebacken werden.
Hoffnung ist, um im Bild zu bleiben, wie die Grundmasse aus der Glaube entsteht. Doch sie ist kein Endprodukt. Es müssen weitere Schritte vollzogen werden, um Glauben zu erhalten. Glaube bringt Hoffnung in die Gegenwart. Unvollendete Hoffnung vertröstet immer nur auf die Zukunft.
Woran kann man erkennen, dass die Hoffnung noch nicht fertig gebacken ist?
- Wir bauen auf sichtbare Umstände.
- Wir verlassen uns auf Erfahrungen und Gefühle.
- Wir vertrauen mehr auf das Gebet anderer als auf Gott.
- Schon kleinere Hindernisse zerstören unsere Entschlossenheit.
- Unsere Hoffnung ist seltsam gepaart mit Hoffnungslosigkeit.
- Wir klammern uns an jedes neu zu findende geistliche Konzept.
- Wir fühlen uns überfordert, weil wir noch mindestens 20 Konzepte abarbeiten sollten.
Wie wird die Hoffnung fertiggebacken?
- Wir geben der Hoffnung den Belag des Wortes Gottes (und verweilen nicht bei Erfahrungen)
- Wir halten am Bekennen des Wortes fest (Wir schauen schon jetzt auf das Endprodukt bzw. auf den fertigen Kuchen)
- Wir handeln im Vertrauen auf diese Worte und bleiben nicht passiv (Schritt für Schritt, weil wir wissen, dass am Kreuz alles vollbracht wurde und Glaube ohne Handlungen fruchtleer bleiben wird)
- Wir pflegen eine Beziehung mit dem Heiligen Geist (die Hitze zum Fertigbacken)
- Wir machen uns immer wieder klar, dass wir geliebt sind, geliebt sind und nochmals geliebt sind.
Konkret bedeutet das, dass du jetzt anfängst aktiv zu werden, anstatt innerlich weiterzujammern. Nimm deine Bibel und suche unter Gebet und mit Hilfe des Heiligen Geistes biblische Worte heraus, die auf die Situation in deiner Ehe und Familie oder auf die Umstände an deiner Arbeitsstelle passen. Suche dir heraus, was die Bibel über Freundschaft und über Einsamkeit sagt oder was auch immer dein Problem ist. Fange an diese Bibelworte zu bekennen: “Ich bin geliebt, ich habe den Sieg über Einsamkeit und über Finanzprobleme, etc.”
Vielleicht helfen dir folgende Bekenntnisse weiter. Sie beruhen auf Zusagen in der Bibel. Du kannst sie für dich und für andere Menschen aussprechen:
1. ———- (dein Name), ich segne dich im Namen Jesus.
2. ———- , Du sollst blühen und guten Erfolg haben. (Psalm 1,3; Josua 1,8; Sprüche 10,22)
3. ———- , Du sollst im Positiven herausragend sein. (2. Korinther 4,7)
4. ———- , Du sollst die Bestimmung erfüllen, die der Vater im Himmel für dich geplant hat. (Jeremia 29,11)
5. ———- , ich freue mich an dir und segne dich im Namen Jesus. (Maleachi 4,6: Matthäus 3,17)
Wer Unterstützung braucht, um neue Zuversicht zu entwickeln, kann sich gerne an mich wenden. Schreibe mir einfach eine Email.
Günther, Cafe Inmeinerstrasse
P.S. Du kämpst momentan mit Selbstmordgedanken! Wenn du gerade jetzt genau auf diese Seite geraten bist, dann ist dies kein Zufall. Ich habe diesen Artikel für dich persönlich geschrieben. Melde dich bei mir!
Bild: Betty; © pixelio.de



Günther, sehr schön geschrieben, aber was ist, wenn der Hass die Hoffnung erstickt. Wenn du versuchst durch Gottes Wort mehr zu sehen um vom Hass und der Hoffnungslosigkeit wegzukommen ans Licht, aber es funktioniert nicht, weil immer wieder der Hass Tag und Nacht anwesend ist. Was dann? Diese Frage habe ich mir oft gestellt. Man bekommt das Gefühl, dass man innerlich erstickt und man möchte so gerne aus dieser Hölle entfliehen, aber die Umstände halten einen fest, deshalb schafft man es selber nicht aus dieser Hölle wegzukommen. Man merkt nur an sich selber, dass an jedem Tag ein innerer Teil in dir mehr und mehr abstirbt und du kannst nichts dagegen tun…was dann? Kann man in diesem Fall als Außenstehender helfen?
Hallo Jana, deine Worte haben mich sehr bewegt. Ich würde gerne über deine Worte beten und sie als Anlass nehmen, darüber in den nächsten Tagen einen eigenen Artikel zu schreiben. Ich denke, dass dein Anliegen ganz wichtige Fragen aufwirft.